Meldung vom 06.08.2022:

Neuigkeiten aus dem BMVg zum ArtBtl131, Weiden:

Die Joint-Fire-Support-Teams im Artilleriebataillon 131 nutzen für ihre Aufgaben den Spähwagen Fennek, vor allem aber den Schützenpanzer Marder 1A3. Während er bei den Panzergrenadieren durch den neuen Schützenpanzer Puma ausgetauscht wird, setzt die Artillerie das bewährte Modell immer noch ein. Die Vorteile: Er ist hochbeweglich und bietet nötigen Schutz.

Eigene Meinung des 1. Vorsitzenden dazu:

Unserre Regierung kann den geplanten und zugesagten Waffenringtausch beim SPz Marder  nicht durchführen. Das zeigt sich am Beispiel Slowenien. Es ist das erste Land, mit dem man im April zu verhandeln begann. Dafür, dass Slowenien Kampf- und Schützenpanzer (T72 bzw BMP1) an die Ukraine liefert, hatte Berlin den Schützenpanzer "Marder" und den Transportpanzer "Fuchs" angeboten. Beides sind Auslaufmodelle in der Bundeswehr und rund 50 Jahre alt.

Bis zur Ablösung der SPz Marder bei den PzGrenBtl durch Puma reichte die Ersatzteilversorgung nicht mehr aus, um einen effektiven Ausbildungs. und Übungsbetrieb in den Bataillonen sicherstellen zu können. Ist das der eigentliche Grund für den politischen Fehlschlag beim Ringtausch?

Die Artillerie aber setzt dieses alte Waffensystem ein und bildet daran aus. Wie sollen wir da in der derzeitigen weltpolitischen Lage unseren verfassungsmäßigen Auftrag überhaupt durchführen können?

Meldung vom 23.07.2022:

Unser Kamerad Spiegler hat uns einen Bericht des ArtBtl 131, Weiden, aus dem Neuen Tag geschickt. Herzlichen Dank,

Hier der Link:

Artillerieuebung_in_Grafenwoehr_2022.pdf

Meldung vom 19.07.2022:

Ein neuer Tagesbefehl:

In einem gemeinsamen Tagesbefehl haben Verteidigungsministerin Christine Lambrecht und Generalinspekteur Eberhard Zorn über die derzeitige Bestandaufnahme für eine Bundeswehr der Zukunft informiert. Eine einsatzbereite und leistungsfähige Bundeswehr, die ihren Kernauftrag voll erfüllen kann: die Landes- und Bündnisverteidigung.

Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten, 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Die Bundeswehr wird kontinuierlich entlang sich wandelnder Rahmenbedingungen ausgerichtet. Ziel ist es, Deutschland militärisch so aufzustellen, dass es in Europa und in der Welt seine Interessen wahren und verlässlich an der Seite seiner Partner und Verbündeten stehen kann. Im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien wurde vereinbart, die Bundeswehr einer umfassenden Bestandsaufnahme zu unterziehen, um ihre Strukturen effektiver und effizienter zu machen und ihre Einsatzbereitschaft zu erhöhen. Diese Bestandsaufnahme wird derzeit durchgeführt. 

Die vergangenen Monate haben uns schmerzhaft vor Augen geführt, dass Deutschland, dass wir Europäer sehr viel wehrhafter werden müssen. Russlands brutaler Angriffskrieg auf die Ukraine erschüttert die europäische Friedensordnung. Niemand weiß, wie weit der russische Präsident seinen Großmachtwahn noch treiben wird. Das müssen wir in der Bestandsaufnahme berücksichtigen. Sie ist durch die jüngsten Entwicklungen noch dringlicher geworden. Es kommt jetzt umso mehr darauf an, die richtigen Fragen zu stellen, Lehren zu ziehen, aber auch ohne Zögern da anzupacken, wo etwas verändert werden muss. Für eine einsatzbereite und leistungsfähige Bundeswehr, die ihren Kernauftrag voll erfüllen kann: Unser Land und unser Bündnis zu verteidigen.

Dort, wo der Handlungsbedarf am dringlichsten ist und wo wir rasch wirksame Veränderungen erzielen können, haben wir nicht gewartet, sondern setzen wichtige Maßnahmen bereits um: Zum Beispiel mit Blick auf die Strukturen der Bundeswehr, die wir konsequent auf die Landes- und Bündnisverteidigung (LV/BV) ausrichten. Mit der Einrichtung des neuen Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr passen wir die Führungsorganisation der Streitkräfte an die neuen Erfordernisse der LV/BV an. Das neue Territoriale Führungskommando bildet für die Aufgabenwahrnehmung im Inland das Pendant zum bewährten Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam: Gewährleistung von operativer Führung nationaler Kräfte aus einer Hand beim Heimatschutz und für die Drehscheibe Deutschland. 

Zudem haben wir damit begonnen, das Heer umzugliedern, damit enger als bisher zusammengeführt wird, was im Ernstfall LV/BV zusammengehört. Erstes Zwischenziel ist eine einsatzbereite und voll ausgestattete Division bis 2025. Hierzu werden die Strukturen auf Ebene der Bataillone, Brigaden und Divisionen angepasst. Wir erhöhen so insbesondere unsere Kaltstart- und Verlegefähigkeit. 

Auch die Reserve ist für die LV/BV unverzichtbar und für die Einsatzbereitschaft der gesamten Bundeswehr von zentraler Bedeutung. Eine starke Reserve trägt zur Auftragserfüllung bei und schafft Entlastung. Sie verankert die Bundeswehr in der Bevölkerung – im ganzen Land. Wir werden den Umfang von Stellen für die Reserve daher bis 2027 auf 7.500 erhöhen und auf diesem Niveau verstetigen. 

Um die Einsatzbereitschaft zu erhöhen, Ausbildung und Übungen angemessen zu ermöglichen, müssen wir zudem dringend die arbeitszeitrechtlichen Regelungen für die Streitkräfte anpassen. Wir werden noch in diesem Jahr die Weiterentwicklung des Arbeitszeitrechts für die Streitkräfte anstoßen. Damit wir auftragsnäher und einsatzgerechter ausbilden und üben und uns damit besser auf den Ernstfall vorbereiten können.

Ein entscheidender Faktor für die Einsatzbereitschaft und die schnellere und bessere Ausrüstung der Truppe ist die Beschaffung. Hier stellen wir in diesem Jahr wichtige Weichen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des <abbr title="Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr">BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr</abbr> leisten hervorragende Arbeit. Aber sie haben es mit komplizierten, aufwendigen und langwierigen Verfahren zu tun, die in vielen Bereichen gesetzlich vorgegeben sind.

Hier schaffen wir mit der Reform des Beschaffungswesens Abhilfe. 

Zum Beispiel mit dem Bundeswehrbeschaffungsbeschleunigungsgesetz, einem umfassenden Maßnahmenpaket, das zahlreiche Bremsklötze beseitigt: für schnellere Verfahren, weniger Zersplitterung von Projekten, einfachere europäische Kooperation. Und vor allem: Unsere Sicherheitsinteressen bekommen einen noch höheren Stellenwert im Vergleich zu anderen wichtigen Faktoren der Beschaffung. 

Dies alles gehört dazu, wenn wir von der Bundeswehr in der Zeitenwende sprechen. Die nachhaltige Stärkung der Einsatzbereitschaft und der Fokus auf LV/BV betrifft uns alle. Sie wird Ihnen manches abverlangen – auch Ihren Familien, Freundinnen und Freunden. Wir werden diese Belastungen von Beginn an berücksichtigen. Eine Truppe mit hoher Einsatzbereitschaft und schneller Verfügbarkeit muss auch das familiäre und private Umfeld ihrer Soldatinnen und Soldaten fest im Blick haben. Sie werden mit den Konsequenzen des Umbaus nicht allein gelassen – zum Beispiel, wenn es darum geht, familiäre Pflichten, Betreuungs- und Pflegefragen zu organisieren.

Wir haben nun erste wichtige Schritte unternommen, aber die laufende kritische Bestandsaufnahme wird weitere Reformschritte nach sich ziehen. Dabei gilt es, internationale wie nationale Leitlinien – wie etwa die Nationale Sicherheitsstrategie, den Strategischen Kompass der EU und das Strategische Konzept der NATO – und das Sondervermögen Bundeswehr im Blick zu behalten.
 
Erste Zwischenergebnisse wollen wir im September in Berlin auf einer Bundeswehrtagung unter dem Motto „Die Bundeswehr in der Zeitenwende – eine kritische Bestandsaufnahme in Zeiten des Krieges in Europa“ erörtern. Anschließende Regionaltagungen sorgen für Transparenz und ermöglichen breite Partizipation. So können wir das Wissen und die Expertise der Bundeswehr bündeln. Die abschließenden Ergebnisse der Bestandsaufnahme sollen bis Ende dieses Jahres vorliegen.
 
Das Ziel ist klar: Wir brauchen eine voll einsatzfähige Bundeswehr, die kaltstartfähig ist. Und dazu brauchen wir die passenden Rahmenbedingungen: bei Personal, Strukturen und Abläufen, in rechtlicher Hinsicht und ohne Vernachlässigung der sozialen Aspekte. Wir, als einsatz- und leistungsfähige Bundeswehr im Schulterschluss mit unseren Verbündeten. Und auch jeder einzelne von Ihnen – denn Sie sind es, die die Bundeswehr ausmachen – und stark machen.

Christine Lambrecht                            
Bundesministerin der Verteidigung

Eberhard Zorn                            
Generalinspekteur

 

Meldung vom 07.07.2022:

Diese Information wäre beinahe untergegangen:

Seit Mai 2022 führt Oberstlt Ralf Georgi als Nachfolger von Oberstlt Andreas Bleek das PzGrenBtl 122, Oberviechtach.

Meldung vom 05.07.2022:

So plant die Bundesregierung die euen Streitkräfte der Bundeswehr (Link anklicken):

 

Screenshot_2022-07-06_at_18-11-33_Die_Bundeswehr.pdf.png

Meldung vom 22.06.2022:

Unser Kamerad Seidel informierte uns über die Todesanzeige des Alois Dirrigl in der Mittelbayerischen Zeitung. Er war Soldat bei der 2./115.

Meldung vom 14.06.2022:

Die Bundeswehr soll neben dem bereits bestehenden Einsatzführungskommando für Missionen im Ausland auch ein Führungskommando fürs Inland bekommen. Das neue Territoriale Führungskommando soll sowohl für die Landesverteidigung als auch für die Koordinierung von Hilfseinsätzen im Inland zuständig sein und zudem die Logistik für Deutschland als Drehscheibe der NATO-Verbündeten koordinieren. Den Aufstellungsstab soll der bisherige Befehlshaber des Kommandos Territoriale Aufgaben leiten: Generalmajor Carsten Breuer war in den vergangenen Monaten einer breiten Öffentlichkeit als Leiter des Corona-Krisenstabes im Kanzleramt bekannt geworden.

Tagesbefehl zur Aufstellung des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr:

Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
Reservistinnen und Reservisten!

Der russische Einmarsch in der Ukraine hat die Notwendigkeit unterstrichen, die Führungsorganisation der Streitkräfte verstärkt auf die Anforderungen der Landes- und Bündnisverteidigung auszurichten. Hierzu haben wir entschieden, zum 1. Oktober 2022 ein „Territoriales Führungskommando der Bundeswehr (TerrFüKdoBw)“ in Berlin aufzustellen.

Das TerrFüKdoBw ist verantwortlich für die operative Führung nationaler Kräfte im Rahmen des Heimatschutzes, einschließlich der Amts- und Katastrophenhilfe sowie der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit. Es nimmt die Aufgaben als „Aufmarsch führendes Kommando“ für nationale Verlegungen gemäß den Planungen der NATO im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung wahr. Das Kommando organisiert die Verlegung alliierter Kräfte durch Deutschland in enger Abstimmung mit den NATO-Kommandos. Dabei verantwortet es auch den Host Nation Support.

Das Kommando ist unmittelbar dem Bundesministerium der Verteidigung nachgeordnet und nicht Teil eines Organisationsbereiches. Dem Befehlshaber des TerrFüKdoBw werden die Aufgaben des Nationalen Territorialen Befehlshabers übertragen. Dem Kommando werden u.a. die Landeskommandos, die Heimatschutzkräfte und das Zentrum für die Zivil-Militärische Zusammenarbeit unterstellt. Die deutschen Anteile des NATO Joint Support and Enabling Command (<abbr title="Joint Support and Enabling Command">JSECJoint Support and Enabling Command</abbr>) und des multinationalen Kommandos Operative Führung (MNKdo OpFü) werden mit Blick auf den territorialen Bezug der dort wahrzunehmenden Aufgaben dem TerrFüKdoBw truppendienstlich zugeordnet.

Mit dem neuen Kommando werden auch Kräfte verfügbar gemacht, die in besonderen Situationen schnell für die Kolozierung eines nationalen Krisenstabes in der Bundesregierung bereitstehen. Damit wird den Erkenntnissen aus der Arbeit des Corona-Krisenstabes und auch der Unterstützung im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im vergangenen Jahr Rechnung getragen. Das Personal des Kommandos und seine eingeübten Strukturen gewährleisten auch in solchen Fällen eine zeitverzugslose Arbeitsaufnahme und den durchhaltefähigen Betrieb 24/7. Mit Aufstellung des Kommandos zum 1. Oktober 2022 kann dann unmittelbar reagiert werden.

Das TerrFüKdoBw geht aus dem bisherigen Kommando für Territoriale Aufgaben der Bundeswehr hervor. Der Kommandeur Territoriale Aufgaben ist mit der Aufstellung des TerrFüKdoBw beauftragt. Die Anfangsbefähigung ist bis zum 1. Oktober 2022 sicherzustellen. Die in der Streitkräftebasis zusammengefassten Enabler (u.a. mobile logistische Truppen, <abbr title="Atomar, Biologisch, Chemisch">ABCAtomar, Biologisch, Chemisch</abbr>-Abwehrkräfte, Feldjäger) werden im Zusammenhang mit dem deutschen Beitrag zur Erfüllung der NATO-Bündnisverpflichtungen um insgesamt 1.900 Dienstposten verstärkt.

Das TerrFüKdoBw ist das operative Pendant zum Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam, das weiterhin verantwortlich für die Führung der deutschen Einsatzkontingente und der einsatzgleichen Verpflichtungen bleibt.

Die vorgesehenen Veränderungen beschränken sich auf das Kommando der Streitkräftebasis und das bisherige Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr. Der Aufgabenübergang wird so ausgestaltet, dass die Führungsfähigkeit bruchfrei sichergestellt ist.

Mit Aufstellung des TerrFüKdoBw stellen wir die nationale territoriale Führungsfähigkeit über das gesamte Spektrum „Frieden - Krise - Krieg“ her. Damit schaffen wir die erforderlichen Rahmenbedingungen, um unseren vielfältigen Aufgaben noch besser gerecht werden und weiterhin unseren Beitrag zur Sicherheit unseres Landes sowie zur Erfüllung unserer Bündnispflichten leisten zu können.

Christine Lambrecht  
Bundesministerin der Verteidigung    

Eberhard Zorn 
Generalinspekteur

 

Meldung vom 13.06.2022:

Nach jahrelangem Ärger mit dem Hubschrauber NH90 von Airbus hat Norwegen die Konsequenzen gezogen und den Vertrag über die Beschaffung dieser Helikopter für seine Streitkräfte gekündigt. Nach Australien ist es das zweite Land, dass auf dieses bereits eingeführte Hubschraubermodell verzichten will. Unsere Marine berichtet ebenfalls über erhebliche Probleme bei der derzeitigen Übernahme der maritimen Version dieses Hubschraubertyps. Probleme melden auch die Niederlande und Frankreich. Irgendwie kommt mir dieser Sachverhalt von Airbus bekannt vor (Einführung Airbus A 400M).

Meldung vom 12.06.2022:

Fast zehn Jahre nach dem Ende ihres Einsatzes in Bosnien-Herzegowina soll die Bundeswehr in das Balkanland zurückkehren.

Meldung vom 10.06.2022

Der 9. Juni geht in die Chronik der Kaserne in Weiden ein: Es ist der Tag der zweiten Umbenennung in der Geschichte der Liegenschaft seit 1935. Ab sofort wird aus der Ostmark-Kaserne die Major-Radloff-Kaserne. Namensgeber ist Major Jörn Radloff. Er kam im April 2010 gemeinsam mit zwei weiteren Kameraden durch eine Sprengfalle in Afghanistan ums Leben. Damals war er als Leiter der Unteroffiziers-Ausbildung in Weiden stationiert.

Meldung vom 09.06.2022:

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine will Deutschland seine Bundeswehr-Präsenz im Baltikum verstärken. Die von Deutschland geführte NATO-Battlegroup, die enhanced Forward Presence (eFP) soll zu einer intensivierten vorgeschobenen Präsenz, einer intensified Forward Presence (iFP) ausgebaut werden, zunächst mit der Stationierung eines vorgeschobenen Brigadekommandos.

Meldung vom 02.06.2022:

Das Verteidigungsministerium hat am 1. Juni erneut eine bedeutende Rüstungsentscheidung getroffen. Bis 2030 werden 60 schwere Transporthubschrauber CH47-F in ihrer modernsten Variante beschafft. Der Chinook wird von Partnernationen weltweit eingesetzt. Finanziert werden die Hubschrauber aus dem Sondervermögen der Bundeswehr.

Meldung vom 08.04.2022:

Ein neuer Tagesbefehl aus dem BMVg:

Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten, 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

In Butscha und vielen anderen Orten der Ukraine sehen wir die Grausamkeit des Systems Putin. Dieses System darf sich nicht durchsetzen, sonst können wir uns alle nicht mehr sicher fühlen. Deswegen unterstützen wir die Ukraine mit Waffen und militärischer Ausrüstung. Gleichzeitig müssen wir aber auch selbst wehrhafter werden. Dieser Gedanke steht hinter der sicherheitspolitischen Zeitenwende in Deutschland. Das Ziel: eine voll ausgestattete und einsatzbereite Bundeswehr, die uns und unsere Bündnispartner schützt. Gestern sind wir einen wichtigen Schritt vorangekommen: Wir statten die gesamte aktive Truppe bis 2025 mit dem vollen Umfang an persönlicher Einsatzbekleidung und persönlicher Ausrüstung aus.

Dafür hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages gestern – trotz der vorläufigen Haushaltsführung – den Weg freigemacht. Mit dieser Entscheidung haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestages klar zum Ausdruck gebracht: Wir stehen ohne Wenn und Aber für den bestmöglichen Schutz und die bestmögliche Ausrüstung unserer Soldatinnen und Soldaten ein. Für dieses klare Bekenntnis bedanken wir uns bei den Abgeordneten sehr herzlich – auch in Ihrem Namen!

Was bedeutet das für Sie? Bis 2025 werden Sie alle mit dem 110-Liter-Rucksacksystem und dem neuen Gefechtshelm ausgestattet. Ein Helm, der sich bei unseren Spezialkräften bewährt hat. Zu Ihrer Feldbekleidung erhalten Sie den Kampfbekleidungssatz Streitkräfte. Dieses Paket aus 25 Einzelteilen befähigt Sie für Einsätze in allen Klimazonen und Witterungen. In Zukunft passt Ihre persönliche Ausrüstung zu jedem Auftrag, an jedem Ort. Darüber hinaus bekommen Sie alle die Modulare Ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat. Mit der individuellen Schutzweste, mit ballistischer Unterwäsche zum Schutz vor Kleinstsplittern und mit einer Trageausstattung für Zusatzausrüstung werden Sie bestmöglich geschützt sein – und den Umgang damit bereits im täglichen Dienst im Heimatstandort üben können.

Die Verbesserung Ihrer persönlichen Ausrüstung hat für uns oberste Priorität. Der Dank gebührt all den kreativen Köpfen in unserem Geschäftsbereich, die sich mit Nachdruck für den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten einsetzen. Die Beschaffungsentscheidung vom gestrigen Tage ist das Ergebnis von kreativen Lösungen, Initiative und dem Mut, neue Wege zu gehen.

Die Drohnenbewaffnung ist bereits entschieden und wird umgesetzt. Zu den F-35-Kampfflugzeugen führen wir Vertragsverhandlungen mit unseren amerikanischen Freunden. Die Entscheidung für den schweren Transporthubschrauber wird in Kürze folgen. Wir schaffen eine Bundeswehr, die deutlich leistungsfähiger sein wird als heute – kampfbereiter und mit einem größeren Teil ihrer Kräfte schneller verlegbar.

Putins brutaler Angriffskrieg zeigt uns allen, dass wir in Deutschland mehr für unsere eigene Sicherheit und die unserer Verbündeten tun müssen. Unser Beitrag ist es, für eine kampfbereite, voll ausgestattete Bundeswehr zu sorgen. Das ist für uns alle eine große Herausforderung und gleichzeitig eine historische Chance. Gestern sind wir einen wichtigen Schritt vorangekommen. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weitergehen!

Christine Lambrecht  
Bundesministerin der Verteidigung    

Eberhard Zorn 
Generalinspekteur

 

Meldung vom 06.04.2022:

Über die Monatszeitschrift des Deutschen Bundeswehrberbandes haben wir erfahren, dass unser Kamerad Herbert Müller verstorben ist. Ruhe in Frieden.

Herzichen Dank an unseren Kameraden Konrad Spiegler für das Finden der Traueranzeige.

Meldung vom 02.04.2022:

Auszug aus dem Weißbuch 2016

(hätte der Bundestag diese Informationen 2016 gelesen und reagiert, gäbe es 2022 weniger Probleme!):

Durch seine auf der Krim und im Osten der Ukraine zutage getretene Bereitschaft, die eigenen Interessen auch gewaltsam durchzusetzen und völkerrechtlich garantierte Grenzen einseitig zu verschieben, stellt Russland die europäische Friedensordnung offen in Frage. Dies hat tiefgreifende Folgen für die Sicherheit in Europa und damit auch für die Sicherheit Deutschlands.

Die Krise in der und um die Ukraine ist konkreter Niederschlag einer langfristigen innen- und außenpolitischen Entwicklung. Russland wendet sich dabei von einer engen Partnerschaft mit dem Westen ab und betont strategische Rivalität. International präsentiert sich Russland als eigenständiges Gravitationszentrum mit globalem Anspruch.
Hierzu gehört auch eine Erhöhung russischer militärischer Aktivitäten an den Außengrenzen von Europäischer Union (EU) und Nordatlantischer Allianz (NATO). Im Zuge einer umfassenden Modernisierung seiner Streitkräfte scheint Russland bereit, an die Grenzen bestehender völkervertraglicher Verpflichtungen zu gehen. Der zunehmende Einsatz hybrider Instrumente zur gezielten Verwischung der Grenze zwischen Krieg und Frieden schafft Unsicherheit in Bezug auf russische Ziele. Dies erfordert Antworten der betroffenen Staaten, aber auch von EU und NATO.
Ohne eine grundlegende Kursänderung wird Russland somit auf absehbare Zeit eine Herausforderung für die Sicherheit auf unserem Kontinent darstellen.

Gefährdung der Informations-, Kommunikations-, Versorgungs-, Transport- und Handelslinien und der Sicherheit der Rohstoff- und Energieversorgung
Prosperität unseres Landes und Wohlstand unserer Bürgerinnen und Bürger hängen auch künftig wesentlich von der ungehinderten Nutzung globaler Informations-, Kommunikations-, Versorgungs-, Transport und Handelslinien sowie von einer gesicherten Rohstoff- und Energiezufuhr ab. Eine Unterbrechung des Zugangs zu diesen globalen öffentlichen Gütern zu Lande, zur See, in der Luft sowie im Cyber-, Informations- und Weltraum birgt erhebliche Risiken für die Funktionsfähigkeit unseres Staates und den Wohlstand
unserer Bevölkerung. Neben terroristischen Anschlägen kommen dabei Piraterie, politische, wirtschaftliche oder militärische Zwangsmaßnahmen ebenso als mögliche Ursachen in Betracht wie Staatszerfall und regionale Krisen. Die wachsenden Investitionen verschiedener Staaten in Fähigkeiten, die Dritten den Zugang zu bestimmten Regionen verwehren sollen („Anti Access/Area Denial“), sind dabei von besonderer Relevanz.
Angesichts der Vielzahl potenzieller Ursachen und Angriffsziele muss Deutschland mit seinen Verbündeten und Partnern flexibel Elemente seines außen- und sicherheitspolitischen Instrumentariums einsetzen, um Störungen oder Blockaden vorzubeugen oder diese zu beseitigen.

Meldung vom 01.04.2022 (kein Aprilscherz):

Bericht aus dem Bayerwaldecho zur Verstärkung unserer Brigade in Cham. Hier der Link:

Cham_mar22.pdf

Meldung vom 26.03.2022:

Gestern fand unser erster Quartalsstammtisch 2022 im Gasthof Sporrer statt. Die Coronamaßnahmen im Landkreis Schwandorf sorgten für einige Absagen. Der harte 10-er Kern garantierte aber dafür, dass unser Gasthof Sporrer wieder Umsatz machen konnte.

Vorschläge für eine Tagesfahrt:

- Edelstein-, Mineralien- und Bauernmalstubenmuseum Vohenstrauß, Wurzelmuseum Tremmersdorf und Kloster mit Klosterschänke Speinshart,

- Brauerei Kuchelbauer und Vogel- und Tierpark Abensberg,

- Geschichtspark Bärnau, Waldsassen mit Basilika und Klostergaststätte,

- Burg Burghausen (längere Fußwege!)

- Landshut und Automuseum Adlkofen.

Die weitergehende Planung hängt von den Coronazahlen nach Pfingsten ab.

Evtl. Durchführungstermine:

- nach Fronleichnam, 20. -30. 06.,

- Juli (vermutlich beste Wetterlage),

- nach dem 17. Oktober.

Die Buskosten sind fast um den doppelten Kostenbetrag gestiegen. Daher sollte die Teilnehmerstärke bei ca 40 Personen liegen.

Meldung vom 20.03.2022

Fßr alle Auswärtigen, die am Freitag, 25.03., zum Gasthof Sporrer für unseren Stammtisch anreisen. Die Ansicht vom Parkplatz her wird nicht mehr durch das Bankgebäude verhindert.

 

Meldung vom 14.03.2022:

 Hier der neueste Tagesbefehl aus dem BMVg:

Ziel ist eine voll ausgestattete Truppe, die sofort und überall im Kampf bestehen kann: Verteidigungsministerin Christine Lambrecht und Generalinspekteur Eberhard Zorn äußern sich im Tagesbefehl zur Verwendung des 100-Milliarden-Euro-Sondervermögens der Bundeswehr. Unter anderem wird bei der Beschaffung künftig auf bewährte und schnell verfügbare Technik gesetzt.

Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten, 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Wir alle stehen unter den schrecklichen Eindrücken von Putins Angriffskrieg auf die Ukraine. Dieser Krieg stellt grundlegende Regeln der europäischen Friedensordnung infrage – und das hat große Auswirkungen auf die Bundeswehr. Leider gilt unverändert: Wer in Freiheit leben will, braucht militärische Stärke, die diese Freiheit schützt. Der Bundeskanzler hat deswegen ein 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen für die Bundeswehr angekündigt. Fortan werden wir mehr als zwei Prozent unserer Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgeben.

Wir alle wissen, dass dieses Geld dringend benötigt wird. Wir brauchen eine Bundeswehr, die Fähigkeiten im gesamten militärischen Spektrum vorhält – vor allem für Landes- und Bündnisverteidigung, aber auch für das internationale Krisenmanagement. Kurz gesagt: eine vollausgestattete Bundeswehr, die sofort und überall im Kampf besteht und unsere Werte schützt.

Bereits seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim 2014 haben wir uns in der NATO und damit in der Bundeswehr wieder stärker auf die Landes- und Bündnisverteidigung konzentriert. Das Sondervermögen und der Verteidigungshaushalt erlauben uns nun, unseren Verpflichtungen gegenüber der NATO entschlossen und zügig nachzukommen. Für diesen Auftrag statten wir die Bundeswehr angemessen aus: Nun müssen wir nicht mehr den Mangel verwalten und auf den Erfolg der Improvisation hoffen, sondern können die Bundeswehr ganzheitlich, modern und einsatzbereit aufstellen.

Es kommt hierbei in einem zeitlich gestaffelten, kontinuierlichen Verfahren darauf an, unsere Streitkräfte auf die aktuelle Bedrohungslage und die militärischen Notwendigkeiten auszurichten und dabei die zukünftigen Herausforderungen im Blick zu behalten. Das ist eine historische Chance und eine große Aufgabe, die wir alle gemeinsam, jede und jeder an ihrem und seinem Platz angehen müssen und wollen.

Unser Ziel ist eine voll ausgestattete Bundeswehr, die uns und unsere Bündnispartner zuverlässig schützt, eine Armee, die Deutschland zu einem starken, verlässlichen Kooperationspartner macht. Die Bundeswehr wird deutlich leistungsfähiger sein als heute: Sie wird kampfbereiter sein – vom Klarstand der Waffensysteme bis zur Anzahl der Kampfverbände – und mit einem größeren Teil ihrer Kräfte deutlich schneller verlegen können.

Dazu gilt es jetzt im Schwerpunkt, Lücken in den aktuellen Beständen zu schließen. Unsere Verbände, die Kompanien, Bataillone, Brigaden, Divisionen, Schiffe, Boote, Batterien und Luftfahrzeugverbände werden nicht nur voll, sondern auch mit einheitlichem Material ausgestattet sein. Auch wenn die aktuelle politische Lage noch viele in unseren Reihen an den Kalten Krieg erinnert, die persönliche Ausstattung darf es nicht.

Unsere Führungsfähigkeit und besonders die Interoperabilität mit unseren Partnern muss verbessert werden. Die Digitalisierung der Streitkräfte ist dafür ein wesentlicher Baustein. Nur so können wir unserer Rolle als Anlehnungspartner in der NATO und der EU gerecht werden.

Zudem werden wir neue Fähigkeiten aufbauen und dazu die Forschung und Entwicklung vorantreiben, um auf die Fragen der Zukunft schlagkräftige Antworten zu haben – zum Beispiel in den Bereichen Künstliche Intelligenz oder Weltraum.

Das brutale Vorgehen Putins und seiner Erfüllungsgehilfen in der Ukraine zeigen uns, dass wir bei unseren Vorhaben keine Zeit verlieren dürfen. Deswegen nutzen wir Spielräume im Vergaberecht und priorisieren bewährte, ausgereifte und marktverfügbare Lösungen. So schaffen wir es, die Einsatzbereitschaft unserer Streitkräfte schnell zu erhöhen. Für Sie heißt das, dass Sie die materielle Ausstattung bekommen, die Sie für Ihren Auftrag brauchen: vom Rucksack bis zum Kampfjet.

Um im Kampf bestehen zu können, ist die richtige Ausrüstung das eine. Wir müssen aber auch darüber hinausdenken. Es gilt, Ausbildungslücken zu schließen, die Schießausbildung und den Gefechtsdienst wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Dazu werden wir Ihnen vor Ort die Möglichkeit geben, sich auf die veränderte Lage einzustellen. Hierzu müssen Aufträge auf allen Ebenen neu priorisiert werden. Jede Soldatin und jeder Soldat muss bereit sein, kurzfristig in unserem Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung eingesetzt zu werden.

Lassen Sie uns zusammen bei aller Veränderung und Modernisierung nicht vergessen, was die Bundeswehr auch bisher stark macht – hervorragend ausgebildete und hoch motivierte Frauen und Männer, die bereit sind, ihren Auftrag zu erfüllen und unsere Werte zu verteidigen. Das ist das Herz gut funktionierender Streitkräfte.

Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das ist eine historische Herausforderung und Zäsur. Lassen Sie uns gemeinsam antworten – mit Geschlossenheit, Tatkraft und Hingabe! Wir zählen auf jede Einzelne und jeden Einzelnen von Ihnen.


Christine Lambrecht
Bundesministerin der Verteidigung

und

Eberhard Zorn
Generalinspekteur

 

Meldung vom 03.03.2022:

Hier der Tagesbefehl des Generalinspekteurs der Bundeswehr zur aktuellen Lage:

Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,Reservistinnen und Reservisten!

Wir leben in Zeiten des weltpolitischen Umbruchs. Der rücksichtslose Angriffskrieg des russischen Präsidenten gegen die Ukraine hat eine neue Realität geschaffen, die unsere Gesellschaft und auch die Bundeswehr tiefgreifend verändern wird.

In herausragender Geschlossenheit hat die transatlantische Wertegemeinschaft auf diesen eklatanten Bruch des Völkerrechts reagiert. Die Alliierten der NATO haben dem Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa die notwendige Handlungsfreiheit gewährt, auf die beispiellose russische Aggression zu reagieren. Die EU hat weitreichende Sanktionen verabschiedet, die im Kern auf das russische Finanzsystem zielen.

Neben der Aktivierung der regionalen Verteidigungspläne entlang der Ostflanke wurde insbesondere die Verlegebereitschaft für die NATO Response Force (NRFNATO Response Force) erheblich verkürzt. Erste Einheiten werden in Kürze verlegen. Auch unsere Einheiten der NRFNATO Response Force sind darauf eingestellt, die Ostflanke zu verstärken.

In Litauen haben wir unsere Enhanced Forward Presence Battlegroup um rund 350 Soldatinnen und Soldaten verstärkt. In Rumänien haben wir unser Engagement verdoppelt und verlängert. Wir setzen dort jetzt sechs Eurofighter im Air Policing South ein. Den ständigen maritimen Einsatzverband der NATO in der Ostsee haben wir um eine Korvette verstärkt. Mit einem Flottendienstboot, dem Einsatz von Tornado Aufklärungsjets und P3C-Orion Seefernaufklärern sowie einem Minenjagdboot werden wir zur Verdichtung des Lagebildes beitragen.

Darüber hinaus wird sich Deutschland mit Infanterie- und Luftverteidigungskräften aktiv am Aufbau eines zusätzlichen Kampfverbandes in der Slowakei beteiligen. Wir prüfen zudem Maßnahmen zum Schutz des polnischen Luftraums und zusätzliche Verstärkungen der Kräfte in Litauen mit leichten Luftverteidigungs- und Marineinfanteriekräften.

Alle Kräfte werden verstärkt und unterstützt durch Truppenteile der Streitkräftebasis, des Sanitätsdienstes und des Cyber- und Informationsraums.

Von besonderer Bedeutung ist in dieser angespannten Lage der Grundbetrieb. Munitionsdepots, Sanitäts-, Logistik- und Führungseinrichtungen, Lagezentren und viele andere unterstützen bei der kurzfristigen Umsetzung all dieser umfassenden Maßnahmen. Deutschland als „Drehscheibe“ für Marschbewegungen unserer Bündnispartner bindet insbesondere die territoriale Organisation, unsere zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere Reservistinnen und Reservisten.

Unser Kontingent in der Amtshilfe Corona werden wir deshalb deutlich reduzieren. Diese Soldatinnen und Soldaten werden im Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung gebraucht. Durch die Pandemie entstandene Ausbildungslücken sind unverzüglich zu schließen.

Die mandatierten Auslandseinsätze gehen weiter und ich bestärke alle Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, Ihren Auftrag weiter in der gewohnten Professionalität fortzuführen.

In der Summe stelle ich fest, dass die Bundeswehr in allen Dimensionen schnell zusätzliche Kräfte zur Abschreckung an der Ostflanke bereitgestellt hat und bei Bedarf weiter bereitstellen wird. Dadurch senden wir ein deutliches Signal der unerschütterlichen Bündnissolidarität an unsere NATO-Partner, aber auch und gerade an Russland.

Nach dem Beschluss der Bundesregierung vom Wochenende werden wir die Streitkräfte der Ukraine nicht nur mit militärischer Ausrüstung, sondern auch mit Waffen unterstützen.

Seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim im Jahr 2014 haben wir die Bundeswehr auf den Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtet. In einem richtungsweisenden und historischen Schritt hat der Bundeskanzler am 27. Februar 2022 im Deutschen Bundestag ein umfangreiches Finanzierungspaket verkündet, bestehend aus einem Sondervermögen von einmalig 100 Milliarden Euro sowie der Aufstockung des Verteidigungshaushalts auf kontinuierlich über zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Damit wird die Grundvoraussetzung dafür geschaffen, dass die Bundeswehr ihren Auftrag und ihre Aufgaben erfüllen kann und die gesicherte Bereitstellung der erforderlichen Fähigkeiten in der gesamten Bandbreite militärischer Verpflichtungen ermöglicht wird. So werden wir auch den Zusagen gegenüber unseren Partnern und Alliierten in der EU und in der NATO wie auch den Erwartungen an Deutschland als Führungsnation absehbar gerecht.

Rückgrat der Bundeswehr müssen wieder vollausgestattete, aus dem Stand projektionsfähige Streitkräfte sein, die zur hochintensiven Gefechtsführung im Rahmen von NATO und EU befähigt sind. Geld ist dabei aber nicht alles. Gleichzeitig müssen wir bürokratische Hürden abbauen, Strukturen modernisieren und Maßnahmen ergreifen, die die Einsatzbereitschaft der Truppe in der Fläche schnell und sichtbar erhöhen. Dazu zählt auch, die entsprechenden Führungsverfahren und -prozesse effektiv, standardisiert und national wie multinational interoperabel auszugestalten.

Auf die Frauen und Männer der Bundeswehr ist Verlass, ohne Wenn und Aber. Wir haben unsere Leistungsfähigkeit und Bündnissolidarität in den vergangenen Tagen und Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das ist vor allem Ihrem beherzten Engagement zu verdanken. Sie legen in beispielgebender Art und Weise genau das Mindset an den Tag, das wir im Angesicht des Krieges in Europa brauchen. Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung und danke Ihnen für Ihren Einsatz!

Meine Gedanken sind in diesem Moment auch bei der Bevölkerung der Ukraine und bei den ukrainischen Streitkräften, die unter der Führung ihrer mutigen Regierung nicht nur für die demokratische und freie Zukunft ihres Landes kämpfen, sondern auch für unsere europäischen Werte.

In dieser schweren Zeit stehen wir zusammen. Jeder und jede von uns zählt im Kampf für den Frieden.

Eberhard Zorn
General

Meldung vom 18.02.2022:

Hier eine heutige Mitteilung des BMVg zur Reaktion auf die Lage in der Ukraine:

Auf Antrag des Supreme Allied Commander Europe (SACEUR), General Wolters, und in enger Abstimmung mit den Alliierten wird die Bundesregierung die Reaktionsfähigkeit der in die NATO Response Force gemeldeten Kräfte der Bundeswehr erhöhen. Zu dieser Entscheidung ist SACEUR autorisiert. Mit der Maßnahme gehen keinerlei Verlegungen einher, sondern es werden vorbereitende Maßnahmen getroffen, um im Falle einer Aktivierung der NATO Response Force die Zeiten bis zur Herstellung der Verlegebereitschaft zu reduzieren. Eine tatsächliche Verlegung der Kräfte bedürfte eines politischen Beschlusses des NATO-Rats.

Damit wird die Zeit, bis das Herstellen der Verlegebereitschaft abgeschlossen sein muss, reduziert. Es ist abzusehen, dass weitere vorbereitenden Maßnahmen zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft und zur Verbesserung der Reaktionsfähigkeit seitens der NATO und in enger Abstimmung mit den Bündnispartnern auf Grundlage von politischen Entscheidungen und unter Berücksichtigung der aktuellen Lageentwicklung getroffen werden könnten.

Die Bundesregierung bleibt damit gemeinsam mit den Verbündeten im Bündnis dem zweigleisigen Ansatz gegenüber Russland – glaubhafte Verteidigungsbereitschaft und Rückversicherung der Alliierten bei gleichzeitiger Offenheit zum Dialog – verpflichtet.

Unsere Maßnahmen sind präventiv, verhältnismäßig und nicht eskalierend. Die Erhöhung der Verlegebereitschaft ermöglicht es der NATO, im Falle einer weiteren Eskalation durch Russland vor allem unseren osteuropäischen Alliierten eine angemessene Rückversicherung zum Schutz des Bündnisgebiets zu garantieren. 

Die NATO-Alliierten setzen den diplomatischen Austausch und den Dialog mit Russland zu Fragen der euro-atlantischen Sicherheit weiterhin fort. Die Bundesregierung unterstützt alle diese Bemühungen. Russland wurden substanzielle Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheit aller Staaten im euro-atlantischen Raum unterbreitet, der NATO-Generalsekretär hat Russland gestern erneut zum Dialog im Rahmen des NATO-Russland-Rats eingeladen.

Die Bundesregierung ermutigt Russland eindringlich, die Lage zu deeskalieren und ernsthafte Schritte für eine diplomatische Lösung zu unternehmen. 

Zusäthlich hier der Link auf einen Bericht mit Videoclip zur Verlegung der Verstärkungskräfte nach Litauen:

https://www.bundeswehr.de/de/organisation/heer/aktuelles/verstaerkungskraefte-verlassen-jaegerbrueck-5354530

Meldung vom 16.02.2022:

Unser Kamerad Hans Schirmer kämpft zur Zeit tapfer für seine Genesung. Wir wünschen ihm Durchhaltewillen, eine erfolgreiche Genesung und hoffen auf ein Wiedersehen in Neunburg im September.

Meldung vom 10.02.2022:

Hier der Link zum Kurzbericht aus dem Neuen Tag, Weiden, über das Militärmuseum Gruber in Seebarn, der auch unseren Traditionsraum übernahm. Der volle Bericht ist nur in der "Bezahlausgabe" zum Lesen freigegeben.

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Meldung vom 07.02.2022:

Informationen aus dem BMVg zum Einsatz in Litauen:

Das deutsche Kontingent bei Enhanced Forward Presence (EFPEnhanced Forward Presence) in Litauen wird um bis zu 350 Soldatinnen und Soldaten aufgestockt. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht informierte darüber den Bundestag und gab die Verstärkung der deutschen Präsenz an der NATO-Ostflanke dann bei ihrem Truppenbesuch in Munster bekannt.

Der Truppenbesuch in Munster bei der Panzerlehrbrigade 9 war gleichzeitig der Antrittsbesuch der Ministerin beim Heer. Die Teilstreitkraft stellt viele Soldatinnnen und Soldaten für in Litauen, wo die Bundeswehr seit fünf Jahren die NATO-Battlegroup führt. Die Bundeswehr leistet dort mit ihren aktuell rund 550 Soldatinnen und Soldaten einen bedeutenden Beitrag bei der Enhanced Forward Presence des Bündnisses zur Verteidigung der NATO-Ostflanke. Das Engagement ist Ausdruck der Bündnissolidarität und Rückversicherung der Partner in Osteuropa.

Aufgrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage und auf Bitte der litauischen Regierung wurde nun entschieden, die Verstärkungskräfte bald nach Litauen zu verlegen. Es geht dabei vor allem um Aufklärungs-, Artillerie- und Abwehrfähigkeiten, die in Deutschland bereitstehen und bei Bedarf für Ausbildung und Übungen nach Litauen gebracht werden. Ursprünglich sollten die Verstärkungskräfte erst im Mai für eine Übung nach Litauen verlegt werden.

 

Meldung vom 14.01.2022:

Hier der Link zum neuesten Bericht des BMVg zur Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Nach meiner Auswertung hat sich die Lage nicht verbessert. Man kann sich bei der Einsatzbereitschaft der Radfahrzeuge loben. Es sind viele neue Radfahrzeuge bei der Truppe eingetroffen, die noch keine lange Nutzungsdauer aufweisen. Das ändert aber nicht die Einsatzlage bei den Hauptwaffensystemen (auf die kommt es an!).

https://www.bmvg.de/resource/blob/5325364/11a1d50cce70b7b1a8307adc16991f4d/download-bericht-zur-materiellen-einsatzbereitschaft-2-2021-data.pdf

Meldung vom 11.01.2022:

Jetzt ist es amtlich. Wenn das Ministerium keine anderen Probleme hat, dann kann es 2022 nur aufwärtsgehen.

Neuer Name für die EPa: Aus Einmannpackung wird Einpersonenpackung.

Meldung vom 04.01.2022:

Das Segelschulschiff Gorch Fock startet auf ihrer ersten Auslandsreise nach der fast sechsjährigen Grundsanierung mit einem Corona-Ausbruch ins neue Jahr. Mehrere Soldaten der Stammbesatzung (ca 100 Soldatinnen und Soldaten) haben sich anscheinend während der Feiertage beim Landgang infiziert. Etwa 20 Soldaten sollen in Quarantäne sein, Das Schiff liegt zur Zeit im Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa. Das RKI hatte Spanien einschließlich der kanarischen Inseln vor Weichnachten als Hochrisikogebiet eingestuft. Die geplante Einschiffung von Offizieranwärtern kann daher vorerst nicht beginnen.