Meldung vom 08.04.2022:

Ein neuer Tagesbefehl aus dem BMVg:

Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten, 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

In Butscha und vielen anderen Orten der Ukraine sehen wir die Grausamkeit des Systems Putin. Dieses System darf sich nicht durchsetzen, sonst können wir uns alle nicht mehr sicher fühlen. Deswegen unterstützen wir die Ukraine mit Waffen und militärischer Ausrüstung. Gleichzeitig müssen wir aber auch selbst wehrhafter werden. Dieser Gedanke steht hinter der sicherheitspolitischen Zeitenwende in Deutschland. Das Ziel: eine voll ausgestattete und einsatzbereite Bundeswehr, die uns und unsere Bündnispartner schützt. Gestern sind wir einen wichtigen Schritt vorangekommen: Wir statten die gesamte aktive Truppe bis 2025 mit dem vollen Umfang an persönlicher Einsatzbekleidung und persönlicher Ausrüstung aus.

Dafür hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages gestern – trotz der vorläufigen Haushaltsführung – den Weg freigemacht. Mit dieser Entscheidung haben die Abgeordneten des Deutschen Bundestages klar zum Ausdruck gebracht: Wir stehen ohne Wenn und Aber für den bestmöglichen Schutz und die bestmögliche Ausrüstung unserer Soldatinnen und Soldaten ein. Für dieses klare Bekenntnis bedanken wir uns bei den Abgeordneten sehr herzlich – auch in Ihrem Namen!

Was bedeutet das für Sie? Bis 2025 werden Sie alle mit dem 110-Liter-Rucksacksystem und dem neuen Gefechtshelm ausgestattet. Ein Helm, der sich bei unseren Spezialkräften bewährt hat. Zu Ihrer Feldbekleidung erhalten Sie den Kampfbekleidungssatz Streitkräfte. Dieses Paket aus 25 Einzelteilen befähigt Sie für Einsätze in allen Klimazonen und Witterungen. In Zukunft passt Ihre persönliche Ausrüstung zu jedem Auftrag, an jedem Ort. Darüber hinaus bekommen Sie alle die Modulare Ballistische Schutz- und Trageausstattung Soldat. Mit der individuellen Schutzweste, mit ballistischer Unterwäsche zum Schutz vor Kleinstsplittern und mit einer Trageausstattung für Zusatzausrüstung werden Sie bestmöglich geschützt sein – und den Umgang damit bereits im täglichen Dienst im Heimatstandort üben können.

Die Verbesserung Ihrer persönlichen Ausrüstung hat für uns oberste Priorität. Der Dank gebührt all den kreativen Köpfen in unserem Geschäftsbereich, die sich mit Nachdruck für den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten einsetzen. Die Beschaffungsentscheidung vom gestrigen Tage ist das Ergebnis von kreativen Lösungen, Initiative und dem Mut, neue Wege zu gehen.

Die Drohnenbewaffnung ist bereits entschieden und wird umgesetzt. Zu den F-35-Kampfflugzeugen führen wir Vertragsverhandlungen mit unseren amerikanischen Freunden. Die Entscheidung für den schweren Transporthubschrauber wird in Kürze folgen. Wir schaffen eine Bundeswehr, die deutlich leistungsfähiger sein wird als heute – kampfbereiter und mit einem größeren Teil ihrer Kräfte schneller verlegbar.

Putins brutaler Angriffskrieg zeigt uns allen, dass wir in Deutschland mehr für unsere eigene Sicherheit und die unserer Verbündeten tun müssen. Unser Beitrag ist es, für eine kampfbereite, voll ausgestattete Bundeswehr zu sorgen. Das ist für uns alle eine große Herausforderung und gleichzeitig eine historische Chance. Gestern sind wir einen wichtigen Schritt vorangekommen. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam weitergehen!

Christine Lambrecht  
Bundesministerin der Verteidigung    

Eberhard Zorn 
Generalinspekteur

 

Meldung vom 06.04.2022:

Über die Monatszeitschrift des Deutschen Bundeswehrberbandes haben wir erfahren, dass unser Kamerad Herbert Müller verstorben ist. Ruhe in Frieden.

Herzichen Dank an unseren Kameraden Konrad Spiegler für das Finden der Traueranzeige.

Meldung vom 02.04.2022:

Auszug aus dem Weißbuch 2016

(hätte der Bundestag diese Informationen 2016 gelesen und reagiert, gäbe es 2022 weniger Probleme!):

Durch seine auf der Krim und im Osten der Ukraine zutage getretene Bereitschaft, die eigenen Interessen auch gewaltsam durchzusetzen und völkerrechtlich garantierte Grenzen einseitig zu verschieben, stellt Russland die europäische Friedensordnung offen in Frage. Dies hat tiefgreifende Folgen für die Sicherheit in Europa und damit auch für die Sicherheit Deutschlands.

Die Krise in der und um die Ukraine ist konkreter Niederschlag einer langfristigen innen- und außenpolitischen Entwicklung. Russland wendet sich dabei von einer engen Partnerschaft mit dem Westen ab und betont strategische Rivalität. International präsentiert sich Russland als eigenständiges Gravitationszentrum mit globalem Anspruch.
Hierzu gehört auch eine Erhöhung russischer militärischer Aktivitäten an den Außengrenzen von Europäischer Union (EU) und Nordatlantischer Allianz (NATO). Im Zuge einer umfassenden Modernisierung seiner Streitkräfte scheint Russland bereit, an die Grenzen bestehender völkervertraglicher Verpflichtungen zu gehen. Der zunehmende Einsatz hybrider Instrumente zur gezielten Verwischung der Grenze zwischen Krieg und Frieden schafft Unsicherheit in Bezug auf russische Ziele. Dies erfordert Antworten der betroffenen Staaten, aber auch von EU und NATO.
Ohne eine grundlegende Kursänderung wird Russland somit auf absehbare Zeit eine Herausforderung für die Sicherheit auf unserem Kontinent darstellen.

Gefährdung der Informations-, Kommunikations-, Versorgungs-, Transport- und Handelslinien und der Sicherheit der Rohstoff- und Energieversorgung
Prosperität unseres Landes und Wohlstand unserer Bürgerinnen und Bürger hängen auch künftig wesentlich von der ungehinderten Nutzung globaler Informations-, Kommunikations-, Versorgungs-, Transport und Handelslinien sowie von einer gesicherten Rohstoff- und Energiezufuhr ab. Eine Unterbrechung des Zugangs zu diesen globalen öffentlichen Gütern zu Lande, zur See, in der Luft sowie im Cyber-, Informations- und Weltraum birgt erhebliche Risiken für die Funktionsfähigkeit unseres Staates und den Wohlstand
unserer Bevölkerung. Neben terroristischen Anschlägen kommen dabei Piraterie, politische, wirtschaftliche oder militärische Zwangsmaßnahmen ebenso als mögliche Ursachen in Betracht wie Staatszerfall und regionale Krisen. Die wachsenden Investitionen verschiedener Staaten in Fähigkeiten, die Dritten den Zugang zu bestimmten Regionen verwehren sollen („Anti Access/Area Denial“), sind dabei von besonderer Relevanz.
Angesichts der Vielzahl potenzieller Ursachen und Angriffsziele muss Deutschland mit seinen Verbündeten und Partnern flexibel Elemente seines außen- und sicherheitspolitischen Instrumentariums einsetzen, um Störungen oder Blockaden vorzubeugen oder diese zu beseitigen.

Meldung vom 01.04.2022 (kein Aprilscherz):

Bericht aus dem Bayerwaldecho zur Verstärkung unserer Brigade in Cham. Hier der Link:

Cham_mar22.pdf

Meldung vom 26.03.2022:

Gestern fand unser erster Quartalsstammtisch 2022 im Gasthof Sporrer statt. Die Coronamaßnahmen im Landkreis Schwandorf sorgten für einige Absagen. Der harte 10-er Kern garantierte aber dafür, dass unser Gasthof Sporrer wieder Umsatz machen konnte.

Vorschläge für eine Tagesfahrt:

- Edelstein-, Mineralien- und Bauernmalstubenmuseum Vohenstrauß, Wurzelmuseum Tremmersdorf und Kloster mit Klosterschänke Speinshart,

- Brauerei Kuchelbauer und Vogel- und Tierpark Abensberg,

- Geschichtspark Bärnau, Waldsassen mit Basilika und Klostergaststätte,

- Burg Burghausen (längere Fußwege!)

- Landshut und Automuseum Adlkofen.

Die weitergehende Planung hängt von den Coronazahlen nach Pfingsten ab.

Evtl. Durchführungstermine:

- nach Fronleichnam, 20. -30. 06.,

- Juli (vermutlich beste Wetterlage),

- nach dem 17. Oktober.

Die Buskosten sind fast um den doppelten Kostenbetrag gestiegen. Daher sollte die Teilnehmerstärke bei ca 40 Personen liegen.

Meldung vom 20.03.2022

Fßr alle Auswärtigen, die am Freitag, 25.03., zum Gasthof Sporrer für unseren Stammtisch anreisen. Die Ansicht vom Parkplatz her wird nicht mehr durch das Bankgebäude verhindert.

 

Meldung vom 14.03.2022:

 Hier der neueste Tagesbefehl aus dem BMVg:

Ziel ist eine voll ausgestattete Truppe, die sofort und überall im Kampf bestehen kann: Verteidigungsministerin Christine Lambrecht und Generalinspekteur Eberhard Zorn äußern sich im Tagesbefehl zur Verwendung des 100-Milliarden-Euro-Sondervermögens der Bundeswehr. Unter anderem wird bei der Beschaffung künftig auf bewährte und schnell verfügbare Technik gesetzt.

Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten, 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!

Wir alle stehen unter den schrecklichen Eindrücken von Putins Angriffskrieg auf die Ukraine. Dieser Krieg stellt grundlegende Regeln der europäischen Friedensordnung infrage – und das hat große Auswirkungen auf die Bundeswehr. Leider gilt unverändert: Wer in Freiheit leben will, braucht militärische Stärke, die diese Freiheit schützt. Der Bundeskanzler hat deswegen ein 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen für die Bundeswehr angekündigt. Fortan werden wir mehr als zwei Prozent unserer Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgeben.

Wir alle wissen, dass dieses Geld dringend benötigt wird. Wir brauchen eine Bundeswehr, die Fähigkeiten im gesamten militärischen Spektrum vorhält – vor allem für Landes- und Bündnisverteidigung, aber auch für das internationale Krisenmanagement. Kurz gesagt: eine vollausgestattete Bundeswehr, die sofort und überall im Kampf besteht und unsere Werte schützt.

Bereits seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim 2014 haben wir uns in der NATO und damit in der Bundeswehr wieder stärker auf die Landes- und Bündnisverteidigung konzentriert. Das Sondervermögen und der Verteidigungshaushalt erlauben uns nun, unseren Verpflichtungen gegenüber der NATO entschlossen und zügig nachzukommen. Für diesen Auftrag statten wir die Bundeswehr angemessen aus: Nun müssen wir nicht mehr den Mangel verwalten und auf den Erfolg der Improvisation hoffen, sondern können die Bundeswehr ganzheitlich, modern und einsatzbereit aufstellen.

Es kommt hierbei in einem zeitlich gestaffelten, kontinuierlichen Verfahren darauf an, unsere Streitkräfte auf die aktuelle Bedrohungslage und die militärischen Notwendigkeiten auszurichten und dabei die zukünftigen Herausforderungen im Blick zu behalten. Das ist eine historische Chance und eine große Aufgabe, die wir alle gemeinsam, jede und jeder an ihrem und seinem Platz angehen müssen und wollen.

Unser Ziel ist eine voll ausgestattete Bundeswehr, die uns und unsere Bündnispartner zuverlässig schützt, eine Armee, die Deutschland zu einem starken, verlässlichen Kooperationspartner macht. Die Bundeswehr wird deutlich leistungsfähiger sein als heute: Sie wird kampfbereiter sein – vom Klarstand der Waffensysteme bis zur Anzahl der Kampfverbände – und mit einem größeren Teil ihrer Kräfte deutlich schneller verlegen können.

Dazu gilt es jetzt im Schwerpunkt, Lücken in den aktuellen Beständen zu schließen. Unsere Verbände, die Kompanien, Bataillone, Brigaden, Divisionen, Schiffe, Boote, Batterien und Luftfahrzeugverbände werden nicht nur voll, sondern auch mit einheitlichem Material ausgestattet sein. Auch wenn die aktuelle politische Lage noch viele in unseren Reihen an den Kalten Krieg erinnert, die persönliche Ausstattung darf es nicht.

Unsere Führungsfähigkeit und besonders die Interoperabilität mit unseren Partnern muss verbessert werden. Die Digitalisierung der Streitkräfte ist dafür ein wesentlicher Baustein. Nur so können wir unserer Rolle als Anlehnungspartner in der NATO und der EU gerecht werden.

Zudem werden wir neue Fähigkeiten aufbauen und dazu die Forschung und Entwicklung vorantreiben, um auf die Fragen der Zukunft schlagkräftige Antworten zu haben – zum Beispiel in den Bereichen Künstliche Intelligenz oder Weltraum.

Das brutale Vorgehen Putins und seiner Erfüllungsgehilfen in der Ukraine zeigen uns, dass wir bei unseren Vorhaben keine Zeit verlieren dürfen. Deswegen nutzen wir Spielräume im Vergaberecht und priorisieren bewährte, ausgereifte und marktverfügbare Lösungen. So schaffen wir es, die Einsatzbereitschaft unserer Streitkräfte schnell zu erhöhen. Für Sie heißt das, dass Sie die materielle Ausstattung bekommen, die Sie für Ihren Auftrag brauchen: vom Rucksack bis zum Kampfjet.

Um im Kampf bestehen zu können, ist die richtige Ausrüstung das eine. Wir müssen aber auch darüber hinausdenken. Es gilt, Ausbildungslücken zu schließen, die Schießausbildung und den Gefechtsdienst wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen.

Dazu werden wir Ihnen vor Ort die Möglichkeit geben, sich auf die veränderte Lage einzustellen. Hierzu müssen Aufträge auf allen Ebenen neu priorisiert werden. Jede Soldatin und jeder Soldat muss bereit sein, kurzfristig in unserem Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung eingesetzt zu werden.

Lassen Sie uns zusammen bei aller Veränderung und Modernisierung nicht vergessen, was die Bundeswehr auch bisher stark macht – hervorragend ausgebildete und hoch motivierte Frauen und Männer, die bereit sind, ihren Auftrag zu erfüllen und unsere Werte zu verteidigen. Das ist das Herz gut funktionierender Streitkräfte.

Soldatinnen und Soldaten, Reservistinnen und Reservisten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das ist eine historische Herausforderung und Zäsur. Lassen Sie uns gemeinsam antworten – mit Geschlossenheit, Tatkraft und Hingabe! Wir zählen auf jede Einzelne und jeden Einzelnen von Ihnen.


Christine Lambrecht
Bundesministerin der Verteidigung

und

Eberhard Zorn
Generalinspekteur

 

Meldung vom 03.03.2022:

Hier der Tagesbefehl des Generalinspekteurs der Bundeswehr zur aktuellen Lage:

Soldatinnen und Soldaten, zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,Reservistinnen und Reservisten!

Wir leben in Zeiten des weltpolitischen Umbruchs. Der rücksichtslose Angriffskrieg des russischen Präsidenten gegen die Ukraine hat eine neue Realität geschaffen, die unsere Gesellschaft und auch die Bundeswehr tiefgreifend verändern wird.

In herausragender Geschlossenheit hat die transatlantische Wertegemeinschaft auf diesen eklatanten Bruch des Völkerrechts reagiert. Die Alliierten der NATO haben dem Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräfte in Europa die notwendige Handlungsfreiheit gewährt, auf die beispiellose russische Aggression zu reagieren. Die EU hat weitreichende Sanktionen verabschiedet, die im Kern auf das russische Finanzsystem zielen.

Neben der Aktivierung der regionalen Verteidigungspläne entlang der Ostflanke wurde insbesondere die Verlegebereitschaft für die NATO Response Force (NRFNATO Response Force) erheblich verkürzt. Erste Einheiten werden in Kürze verlegen. Auch unsere Einheiten der NRFNATO Response Force sind darauf eingestellt, die Ostflanke zu verstärken.

In Litauen haben wir unsere Enhanced Forward Presence Battlegroup um rund 350 Soldatinnen und Soldaten verstärkt. In Rumänien haben wir unser Engagement verdoppelt und verlängert. Wir setzen dort jetzt sechs Eurofighter im Air Policing South ein. Den ständigen maritimen Einsatzverband der NATO in der Ostsee haben wir um eine Korvette verstärkt. Mit einem Flottendienstboot, dem Einsatz von Tornado Aufklärungsjets und P3C-Orion Seefernaufklärern sowie einem Minenjagdboot werden wir zur Verdichtung des Lagebildes beitragen.

Darüber hinaus wird sich Deutschland mit Infanterie- und Luftverteidigungskräften aktiv am Aufbau eines zusätzlichen Kampfverbandes in der Slowakei beteiligen. Wir prüfen zudem Maßnahmen zum Schutz des polnischen Luftraums und zusätzliche Verstärkungen der Kräfte in Litauen mit leichten Luftverteidigungs- und Marineinfanteriekräften.

Alle Kräfte werden verstärkt und unterstützt durch Truppenteile der Streitkräftebasis, des Sanitätsdienstes und des Cyber- und Informationsraums.

Von besonderer Bedeutung ist in dieser angespannten Lage der Grundbetrieb. Munitionsdepots, Sanitäts-, Logistik- und Führungseinrichtungen, Lagezentren und viele andere unterstützen bei der kurzfristigen Umsetzung all dieser umfassenden Maßnahmen. Deutschland als „Drehscheibe“ für Marschbewegungen unserer Bündnispartner bindet insbesondere die territoriale Organisation, unsere zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unsere Reservistinnen und Reservisten.

Unser Kontingent in der Amtshilfe Corona werden wir deshalb deutlich reduzieren. Diese Soldatinnen und Soldaten werden im Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung gebraucht. Durch die Pandemie entstandene Ausbildungslücken sind unverzüglich zu schließen.

Die mandatierten Auslandseinsätze gehen weiter und ich bestärke alle Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, Ihren Auftrag weiter in der gewohnten Professionalität fortzuführen.

In der Summe stelle ich fest, dass die Bundeswehr in allen Dimensionen schnell zusätzliche Kräfte zur Abschreckung an der Ostflanke bereitgestellt hat und bei Bedarf weiter bereitstellen wird. Dadurch senden wir ein deutliches Signal der unerschütterlichen Bündnissolidarität an unsere NATO-Partner, aber auch und gerade an Russland.

Nach dem Beschluss der Bundesregierung vom Wochenende werden wir die Streitkräfte der Ukraine nicht nur mit militärischer Ausrüstung, sondern auch mit Waffen unterstützen.

Seit der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim im Jahr 2014 haben wir die Bundeswehr auf den Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtet. In einem richtungsweisenden und historischen Schritt hat der Bundeskanzler am 27. Februar 2022 im Deutschen Bundestag ein umfangreiches Finanzierungspaket verkündet, bestehend aus einem Sondervermögen von einmalig 100 Milliarden Euro sowie der Aufstockung des Verteidigungshaushalts auf kontinuierlich über zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Damit wird die Grundvoraussetzung dafür geschaffen, dass die Bundeswehr ihren Auftrag und ihre Aufgaben erfüllen kann und die gesicherte Bereitstellung der erforderlichen Fähigkeiten in der gesamten Bandbreite militärischer Verpflichtungen ermöglicht wird. So werden wir auch den Zusagen gegenüber unseren Partnern und Alliierten in der EU und in der NATO wie auch den Erwartungen an Deutschland als Führungsnation absehbar gerecht.

Rückgrat der Bundeswehr müssen wieder vollausgestattete, aus dem Stand projektionsfähige Streitkräfte sein, die zur hochintensiven Gefechtsführung im Rahmen von NATO und EU befähigt sind. Geld ist dabei aber nicht alles. Gleichzeitig müssen wir bürokratische Hürden abbauen, Strukturen modernisieren und Maßnahmen ergreifen, die die Einsatzbereitschaft der Truppe in der Fläche schnell und sichtbar erhöhen. Dazu zählt auch, die entsprechenden Führungsverfahren und -prozesse effektiv, standardisiert und national wie multinational interoperabel auszugestalten.

Auf die Frauen und Männer der Bundeswehr ist Verlass, ohne Wenn und Aber. Wir haben unsere Leistungsfähigkeit und Bündnissolidarität in den vergangenen Tagen und Wochen eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das ist vor allem Ihrem beherzten Engagement zu verdanken. Sie legen in beispielgebender Art und Weise genau das Mindset an den Tag, das wir im Angesicht des Krieges in Europa brauchen. Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung und danke Ihnen für Ihren Einsatz!

Meine Gedanken sind in diesem Moment auch bei der Bevölkerung der Ukraine und bei den ukrainischen Streitkräften, die unter der Führung ihrer mutigen Regierung nicht nur für die demokratische und freie Zukunft ihres Landes kämpfen, sondern auch für unsere europäischen Werte.

In dieser schweren Zeit stehen wir zusammen. Jeder und jede von uns zählt im Kampf für den Frieden.

Eberhard Zorn
General

Meldung vom 18.02.2022:

Hier eine heutige Mitteilung des BMVg zur Reaktion auf die Lage in der Ukraine:

Auf Antrag des Supreme Allied Commander Europe (SACEUR), General Wolters, und in enger Abstimmung mit den Alliierten wird die Bundesregierung die Reaktionsfähigkeit der in die NATO Response Force gemeldeten Kräfte der Bundeswehr erhöhen. Zu dieser Entscheidung ist SACEUR autorisiert. Mit der Maßnahme gehen keinerlei Verlegungen einher, sondern es werden vorbereitende Maßnahmen getroffen, um im Falle einer Aktivierung der NATO Response Force die Zeiten bis zur Herstellung der Verlegebereitschaft zu reduzieren. Eine tatsächliche Verlegung der Kräfte bedürfte eines politischen Beschlusses des NATO-Rats.

Damit wird die Zeit, bis das Herstellen der Verlegebereitschaft abgeschlossen sein muss, reduziert. Es ist abzusehen, dass weitere vorbereitenden Maßnahmen zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft und zur Verbesserung der Reaktionsfähigkeit seitens der NATO und in enger Abstimmung mit den Bündnispartnern auf Grundlage von politischen Entscheidungen und unter Berücksichtigung der aktuellen Lageentwicklung getroffen werden könnten.

Die Bundesregierung bleibt damit gemeinsam mit den Verbündeten im Bündnis dem zweigleisigen Ansatz gegenüber Russland – glaubhafte Verteidigungsbereitschaft und Rückversicherung der Alliierten bei gleichzeitiger Offenheit zum Dialog – verpflichtet.

Unsere Maßnahmen sind präventiv, verhältnismäßig und nicht eskalierend. Die Erhöhung der Verlegebereitschaft ermöglicht es der NATO, im Falle einer weiteren Eskalation durch Russland vor allem unseren osteuropäischen Alliierten eine angemessene Rückversicherung zum Schutz des Bündnisgebiets zu garantieren. 

Die NATO-Alliierten setzen den diplomatischen Austausch und den Dialog mit Russland zu Fragen der euro-atlantischen Sicherheit weiterhin fort. Die Bundesregierung unterstützt alle diese Bemühungen. Russland wurden substanzielle Vorschläge zur Verbesserung der Sicherheit aller Staaten im euro-atlantischen Raum unterbreitet, der NATO-Generalsekretär hat Russland gestern erneut zum Dialog im Rahmen des NATO-Russland-Rats eingeladen.

Die Bundesregierung ermutigt Russland eindringlich, die Lage zu deeskalieren und ernsthafte Schritte für eine diplomatische Lösung zu unternehmen. 

Zusäthlich hier der Link auf einen Bericht mit Videoclip zur Verlegung der Verstärkungskräfte nach Litauen:

https://www.bundeswehr.de/de/organisation/heer/aktuelles/verstaerkungskraefte-verlassen-jaegerbrueck-5354530

Meldung vom 16.02.2022:

Unser Kamerad Hans Schirmer kämpft zur Zeit tapfer für seine Genesung. Wir wünschen ihm Durchhaltewillen, eine erfolgreiche Genesung und hoffen auf ein Wiedersehen in Neunburg im September.

Meldung vom 10.02.2022:

Hier der Link zum Kurzbericht aus dem Neuen Tag, Weiden, über das Militärmuseum Gruber in Seebarn, der auch unseren Traditionsraum übernahm. Der volle Bericht ist nur in der "Bezahlausgabe" zum Lesen freigegeben.

Gruber1.jpg

Meldung vom 07.02.2022:

Informationen aus dem BMVg zum Einsatz in Litauen:

Das deutsche Kontingent bei Enhanced Forward Presence (EFPEnhanced Forward Presence) in Litauen wird um bis zu 350 Soldatinnen und Soldaten aufgestockt. Verteidigungsministerin Christine Lambrecht informierte darüber den Bundestag und gab die Verstärkung der deutschen Präsenz an der NATO-Ostflanke dann bei ihrem Truppenbesuch in Munster bekannt.

Der Truppenbesuch in Munster bei der Panzerlehrbrigade 9 war gleichzeitig der Antrittsbesuch der Ministerin beim Heer. Die Teilstreitkraft stellt viele Soldatinnnen und Soldaten für in Litauen, wo die Bundeswehr seit fünf Jahren die NATO-Battlegroup führt. Die Bundeswehr leistet dort mit ihren aktuell rund 550 Soldatinnen und Soldaten einen bedeutenden Beitrag bei der Enhanced Forward Presence des Bündnisses zur Verteidigung der NATO-Ostflanke. Das Engagement ist Ausdruck der Bündnissolidarität und Rückversicherung der Partner in Osteuropa.

Aufgrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage und auf Bitte der litauischen Regierung wurde nun entschieden, die Verstärkungskräfte bald nach Litauen zu verlegen. Es geht dabei vor allem um Aufklärungs-, Artillerie- und Abwehrfähigkeiten, die in Deutschland bereitstehen und bei Bedarf für Ausbildung und Übungen nach Litauen gebracht werden. Ursprünglich sollten die Verstärkungskräfte erst im Mai für eine Übung nach Litauen verlegt werden.

 

Meldung vom 14.01.2022:

Hier der Link zum neuesten Bericht des BMVg zur Einsatzbereitschaft der Bundeswehr. Nach meiner Auswertung hat sich die Lage nicht verbessert. Man kann sich bei der Einsatzbereitschaft der Radfahrzeuge loben. Es sind viele neue Radfahrzeuge bei der Truppe eingetroffen, die noch keine lange Nutzungsdauer aufweisen. Das ändert aber nicht die Einsatzlage bei den Hauptwaffensystemen (auf die kommt es an!).

https://www.bmvg.de/resource/blob/5325364/11a1d50cce70b7b1a8307adc16991f4d/download-bericht-zur-materiellen-einsatzbereitschaft-2-2021-data.pdf

Meldung vom 11.01.2022:

Jetzt ist es amtlich. Wenn das Ministerium keine anderen Probleme hat, dann kann es 2022 nur aufwärtsgehen.

Neuer Name für die EPa: Aus Einmannpackung wird Einpersonenpackung.

Meldung vom 04.01.2022:

Das Segelschulschiff Gorch Fock startet auf ihrer ersten Auslandsreise nach der fast sechsjährigen Grundsanierung mit einem Corona-Ausbruch ins neue Jahr. Mehrere Soldaten der Stammbesatzung (ca 100 Soldatinnen und Soldaten) haben sich anscheinend während der Feiertage beim Landgang infiziert. Etwa 20 Soldaten sollen in Quarantäne sein, Das Schiff liegt zur Zeit im Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa. Das RKI hatte Spanien einschließlich der kanarischen Inseln vor Weichnachten als Hochrisikogebiet eingestuft. Die geplante Einschiffung von Offizieranwärtern kann daher vorerst nicht beginnen.