Meldung vom 02.03.2024:

Neuigkeiten aus dem Neuen Tag, Weiden, von unserem Kameraden Konrad Spiegler:

Meldung vom 28.02.2024:

Neuigkeiten aus Oberviechtach in der Mittelbayerischen Zeitung.

Das in Oberviechtach stationierte Panzergrenadierbataillon 122 ist für die Verlegung nach Litauen vorgesehen. Dafür soll das Artilleriebataillon 131 von Weiden ins benachbarte Oberviechtach wechseln. Pistorius wolle an beiden Standorten mit Soldaten ins Gespräch kommen, teilte sein Ministerium im Vorfeld mit. Zudem werde der Minister auch die Ausbildung von Soldaten an der Panzerhaubitze 2000 sowie auf dem Schützenpanzer Puma beobachten.

Meldung vom 23.02.2024:

Neuigkeiten von unserem Kameraden Konrad Spiegler aus dem Neuen Tag, Weiden:

Weidener mit Einfluss: General Freuding
baut an der Bundeswehr von morgen
Als „Youtube-General“ ist
Christian Freuding vor etwas
mehr als einem Jahr bekannt
geworden. Inzwischen ist der
Soldat aus Weiden viel mehr.
Im Verteidigungsministerium
arbeitet er an der Bundeswehr
von morgen.
Von Wolfgang Würth
Weiden. Immer, wenn der Februar
kommt, dann wird Christian Freu-
ding zum willkommenen Ge-
sprächspartner bei den großen Me-
dienhäusern: „Süddeutsche“, „Welt“,
„Focus“ – kaum eine Veröffentli-
chung ist in den vergangenen Wo-
chen ohne eine Geschichte mit,
oder über den gebürtigen Weidener
Soldaten ausgekommen. Das hat ei-
nen einfachen Grund: Ende Februar
jährt sich der russische Überfall auf
die Ukraine zum zweiten Mal. Und
als Erklärer des Ukraine-Kriegs ist
Christian Freuding bekannt gewor-
den. Teilweise verzeichnen Freu-
dings Erklärvideos siebenstellige
Aufrufzahlen.
Einer, der General Christian
Freuding persönlich kennt, ist der
Bundestagsabgeordnete Nils Grün-
der aus Neumarkt. Und der FDP-
Verteidigungsexperte aus dem
Wahlkreis Amberg spricht nur in
den höchsten Tönen über seinen
Oberpfälzer Landsmann: Der
26-jährige Gründer sitzt im Vertei-
digungsausschuss, hat sich selbst
einen Namen als Sicherheitsexperte
gemacht. „General Freuding kommt
regelmäßig in den Ausschuss, um
über die Lage in der Ukraine zu in-
formieren“, sagt Gründer zu seinen
Erfahrungen mit Freuding. Die ge-
meinsamen Oberpfälzer Wurzeln
seien schon Thema gewesen. Aller-
dings sei das bei weitem nicht der
einzige Grund für das Lob: „Ich ha-
be von General Freuding wirklich
einen sehr guten Eindruck gewon-
nen.“ Er beherrsche die Kunst, offe-
ne Worte zu sprechen, aber auf eine
angenehme Art und Weise, sagt
Gründer über Freuding.
Mehr als der „Youtube-General“
Der Neumarkter ist nicht der Einzi-
ge, der den 52-Jährigen so lobt, und
die Rolle des „Youtube-Generals“
hat Freuding längst hinter sich ge-
lassen. Als Brigadegeneral war er
unter Ministerin Christine Lam-
brecht ins Verteidigungsministeri-
um gewechselt und hatte Ende
April 2022 die Leitung des Lagezen-
trums Ukraine und damit die Erklä-
rung des Kriegsgeschehens über die
Sozialen Medien übernommen.
Als Lambrecht Anfang 2023 ge-
hen musste und Boris Pistorius
übernahm, beschleunigte sich die
Karriere des Oberpfälzer Generals
eher noch: Freuding übernahm zu-
sätzlich die Leitung des neu ge-
schaffenen Planungs- und Füh-
rungsstabs des Ministeriums. Das
ist nicht nur ein prestigeträchtiges
Amt im Ministerium. In der Funkti-
on hat der Weidener vielmehr di-
rekt großen Einfluss auf den Um-
bau und die Modernisierung der
Bundeswehr. Auch deshalb gilt
Christian Freuding heute als einer
der wichtigsten Berater des Minis-
ters. Beinahe folgerichtig folgte
Mitte des Jahres 2023 die Ernen-
nung zum Generalmajor. Der Wei-
dener ist aktuell der mit Abstand
jüngste deutsche Soldat in diesem
Rang.
Ihren Ausgangspunkt hatte Freu-
dings Karriere im Jahr 1990 genom-
men, als er direkt nach dem Abitur
am Weidener Augustinus-Gymnasi-
um in die Bundeswehr eintrat und
die Offizierslaufbahn einschlug.
Nach einem Studium der Politik-
wissenschaften samt Doktorarbeit,
Einsätzen auf verschiedenen Pos-
ten, unter anderem in Afghanistan,
war Freuding schon von 2013 bis
2019 ganz nahe an der höchsten
Entscheidungsebene: als Adjutant
der damaligen Verteidigungsminis-
terin Ursula von der Leyen. Nach-
dem er für drei Jahre eine Panzer-
lehrbrigade befehligt hatte, kehrte
der Vater zweier Töchter im Früh-
jahr 2022 ins Ministerium im Berli-
ner Bendlerblock zurück.
Dass es für den Weidener dort
noch weiter aufwärts geht, scheint
für Nils Gründer ausgemacht. Es sei
parteiübergreifend völlig unbestrit-
ten, dass Freuding viel Kompetenz
fürs Amt mitbringt. Allerdings
wirkt der vom Generalmajor mit-
verantwortete Umbau der Bundes-
wehr manchmal etwas träge und es
gibt Kritik an der Unterstützung
für die Ukraine.
Beinahe ein Jungspund
Gründer sagt allerdings, dass dies
nie Freuding zu verantworten hat.
Zum einen gebe es bei der Bundes-
wehr sehr wohl Fortschritte, es dau-
ere nur, bis diese sichtbar werden.
„Wenn heute bestellt wird, dann
werden die neuen Panzer eben erst
in zwei Jahren geliefert.“ Zum ande-
ren sei gerade bei der Unterstüt-
zung für die Ukraine vieles eine
Frage des politischen Willens und
nicht im Einflussbereich des Gene-
rals aus Weiden.
Auch deshalb steht einer weite-
ren Karriere wohl nichts im Wege,
schließlich ist Freuding mit 53 Jah-
ren in der Generalität beinahe noch
ein Jungspund, bemerkt auch Nils
Gründer. Der Bundestagsabgeord-
nete sagt selbst, dass dies ein weiter
Punkt ist, der ihn und den General-
major neben der Oberpfalz verbin-
det. Gründer ist 26 und aktuell der
jüngste Abgeordnete seiner Frakti-
on im Bundestag.

Zur Person: Christian Freuding
› Geboren am 20. August 1971 in
Weiden
› Eltern: Verlegerehepaar Renate
Freuding-Spintler und Ernst
Freuding
› Abitur am Augustinus-Gymnasium
1990
› Danach Eintritt in die Bundeswehr,
Ausbildung zum Offizier, Student
der Politikwissenschaft an der
Bundeswehr-Uni Hamburg, dort
1999 Promotion zum Dr. phil.
› 2004 bis 2006 Jahrgangsbester
Absolvent am Generalstabslehr-
gang in Hamburg, dafür aus-
gezeichnet mit dem General-
Heusinger-Preis, der höchsten
Auszeichnung der Offiziers-
ausbildung der Bundeswehr
› Auslandseinsätze unter anderem
in Bosnien und Afghanistan

Meldung vom 20.02.2024:

Nachdem online noch keine Informationen oder Stellungnahmen aus dem BMVg zu finden sind. hier ein teilweiser Auszug aus der Neuen Züricher Zeitung zum Zwischenergebis der Untersuchungskommission Afghanistan des Deutschen Bundestages:

 "Strategisch gescheitert": Der Bundestag lässt kaum ein gutes Haar am Afghanistan-Einsatz

Eine Enquête-Kommission des deutschen Parlaments legt einen Zwischenbericht zum längsten Auslandseinsatz in der Geschichte der Bundesrepublik vor. Die Mängelliste ist lang.

Vernichtender hätte das Urteil über den langjährigen Afghanistan-Einsatz des Westens kaum ausfallen können. Aus Sicht des an diesem Montag vorgestellten Zwischenberichts einer Enquête-Kommission des Deutschen Bundestages verfehlte der «grösste, teuerste, opferreichste Kriseneinsatz der – vor allem westlichen – Staatengemeinschaft» schlicht sein Ziel. Deutschland sei «gemeinsam mit seinen internationalen Partnern strategisch gescheitert».

 «Der strategische Auftrag von ISAF (Nato-Mission zur Absicherung des Wiederaufbaus bis 2014, A. d. R.) und Resolute Support (Beratungsmission bis 2021, A. d. R.), Afghanistan bei der Herstellung eines sicheren Umfeldes für Regierung, Aufbau und Entwicklung zu unterstützen, wurde trotz allen Anstrengungen unter enormen Kosten und menschlichen Opfern verfehlt», so der Bericht.

Angesichts der auf den Abzug des Westens 2021 folgenden Machtübernahme der radikalislamischen Taliban – 20 Jahre nach ihrer Vertreibung von der Macht – kann das Urteil über das offensichtliche Scheitern der Mission nicht überraschen.

59 deutsche Soldaten verloren in Afghanistan ihr Leben

Die von dem sozialdemokratischen Abgeordneten Michael Müller geleitete Kommission hatte sich aber vorgenommen herauszufinden, wie es im Hinblick auf den deutschen Beitrag dazu gekommen ist.

Demnach war ein Hauptmangel der vom Bundestag nach 2001 immer und immer wieder verlängerten Mission, dass «eine fortlaufende, selbstkritische Bestandsaufnahme hinsichtlich der sehr hoch gesetzten Ziele» nicht ausreichend stattgefunden habe. Wissen und detaillierte ungeschminkte Lagebilder seien zwar durch verschiedene Informationsquellen bereitgestellt, aber nicht systematisch zu einem realistischen Gesamtbild zusammengeführt worden.

Auch habe es keine hinreichende Koordination der von beteiligten deutschen Ministerien wie dem Aussen-, Innen- oder Entwicklungshilferessort betriebenen Projekte gegeben. Die «Ressortegoismen» hätten dies verhindert.

Zudem seien die bereitgestellten Mittel «gemessen am Ziel des Staatsaufbaus nicht ausreichend» gewesen. Für die von Deutschland übernommene Ausbildung der afghanischen Polizei etwa seien zu wenige Beamte entsandt worden. Die Bundesrepublik habe überdies die «Aufnahmefähigkeit und die Kapazitäten der afghanischen Partner» überschätzt, den Einfluss der Taliban wiederum unterschätzt.

Dennoch hat es aus Sicht der Kommission Teilerfolge im Bereich der Entwicklungshilfe gegeben, die bis zur erneuten Machtübernahme der Taliban zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse und zu Fortschritten im Gesundheits- und Bildungswesen beigetragen hätten.

Auch habe sich Deutschland als «verlässlicher Verbündeter gezeigt, sich über die gesamte Einsatzzeit als einer der grössten Truppensteller beteiligt und Führungsverantwortung übernommen». Tatsächlich war die Bundesrepublik nach den USA am Ende der grösste Truppensteller. Über die Jahre wurden etwa 93 000 Soldaten nach Afghanistan entsandt. 59 von ihnen verloren dort ihr Leben.

Mit den Stimmen von Regierung und Opposition eingesetzt

Die Kommission war 2022 mit Stimmen der Regierungskoalition und der Union eingesetzt worden, um Lehren aus dem deutschen Engagement in Afghanistan für die künftige Aussen- und Sicherheitspolitik zu ziehen. An diesem Donnerstag wird der Bericht im Parlament beraten.

Der finale Bericht wird im kommenden Jahr erwartet. Dann will die Kommission Empfehlungen für das künftige «vernetzte Engagement» Deutschlands vorlegen. Gemeint ist damit das Ineinandergreifen von militärischen Massnahmen und zivilen Aufbauzielen bei Auslandseinsätzen.

Unabhängig von der Enquête-Kommission beschäftigt sich ein Untersuchungsausschuss des Bundestages mit der Evakuierungsmission der Bundeswehr im August 2021. Der damaligen schwarz-roten Bundesregierung wird vorgeworfen, sich nicht ausreichend auf den absehbaren Truppenabzug der USA vorbereitet zu haben. Im Sommer 2021 kam es deshalb bei einer Luftbrücke der Bundeswehr zu chaotischen Szenen.

 

 

 

 



Meldung vom 19.02.2024:

Aus dem BMVg:

Die Trauerfeier für den ehemaligen ranghöchsten Soldaten der Bundeswehr fand am 16. Februar 2024 in der evangelischen Friedenskirche in Meckenheim statt. Familie, Freunde und Weggefährten des Verstorbenen nahmen gemeinsam Abschied. Bundeswehrsoldaten hielten die Totenwache.

Der amtierende und 17. Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, erwies seinem Amtsvorgänger die letzte Ehre. Die Dienstzeit von Bagger sei durch „Umbruch, Veränderung, Zukunft“ geprägt gewesen, sagte Breuer. Im Namen aller Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr wünschte er den Hinterbliebenen Kraft und Zuversicht in dieser für sie so schmerzlichen Zeit.

Die Truppe im Herz, die Zukunft im Blick

Bagger diente in einer Zeit großer Veränderungen und Herausforderungen. Seine militärische Laufbahn begann er kurz nach Gründung der Bundeswehr als Offizieranwärter bei den Panzergrenadieren. Bagger wurde Kompaniechef und später auch Kommandeur der 12. Panzerdivision. Er blieb der Truppe immer verbunden, gab seine Erfahrungen aber auch als Dozent für Militärpolitik an der Führungsakademie der Bundeswehr an die angehenden Stabsoffiziere und künftigen Spitzenmilitärs der deutschen Streitkräfte weiter.

Die wohl prägendste Zeit seiner Soldatenkarriere erlebte Bagger nach der Wiedervereinigung, als er zum Inspekteur des Heeres ernannt wurde. Bagger wurde bekannt als General, der zwei Armeen vereinigte: Er begleitete in zentraler Rolle den Prozess der Auflösung der Nationalen Volksarmee und die Integration von Soldaten der dann ehemaligen in die Bundeswehr. So gestaltete er einen zentralen Wendepunkt in der Geschichte der Bundeswehr nicht nur aktiv mit, sondern stellte auch die Weichen für die Zukunft des Deutschen Heeres. 

Verfechter der Wehrpflicht

Auch wegen dieser Verdienste wurde Bagger 1996 von damaligen Verteidigungsminister Volker Rühe zum Vier-Sterne-General befördert. Es folgte die Ernennung zum 11. Generalinspekteur und obersten Militär der Bundeswehr. Bagger galt dabei immer als ausgesprochener Verfechter der Wehrpflicht – so kritisierte er die damaligen Pläne der Politik, die Wehrdienstzeit auf zehn Monate zu verkürzen. Als „Staatsbürger in Uniform“ beugte er sich aber dem politischen Willen.

Dennoch galt er als Offizier mit Haltung: „Sein Anspruch bebildert geradezu unseren soldatischen Eid, das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“, beschrieb General Carsten Breuer seinen Vorgänger. Bagger sei bekannt dafür gewesen, anzupacken und überzeugt von dem zu sein, was er tat – damit habe er auch die Menschen um sich herum überzeugt, so Breuer.  

General Hartmut Bagger blieb der Panzergrenadiertruppe sein ganzes Leben lang verbunden. Er galt als truppennah, überhaupt als nahbarer Mensch: Auf seinen Dienstreisen setzte sich der General des Abends gerne ans Klavier der Hotelbar und unterhielt seine Mitreisenden mit einigen Liedern aus seinem Repertoire. Der Träger des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland verstarb am 26. Januar 2024 mit 85 Jahren in seiner Heimatstadt Meckenheim.

Meldung vom 18.02.2024:

Neuigkeiten aus Weiden von unserem Kameraden Konrad Spiegler mit verspäteter Aufnahme hier auf unserer Homepage:

Meldung vom 13.02.2024:

BrigGen Andreas Kühne, der seit Oktober 2021 die Panzerbrigade 12 führt, wird versetzt. Die neue Verwendung und der Nachfolger sind offiziell noch nicht bekannt.

Meldung vom 29.01.2024:

Neuigkeiten von unserem Kameraden Konrad Spiegler aus dem Neuen Tag, Weiden. Hier der Link:

240118_Die_erste_Kommandeurin_im_Heer-1.docx

Meldung vom 26.06.2024:

Informationen aus der Mittelbayerischen Zeitung zum PzBtl 104. Hier der Link:

 

104_jan.pdf

Meldung vom 25.01.2024:

Neuigkeiten von unserem Kameraden Konrad Spiegler aus dem Neuen Tag, Weiden. Hier der Link zum Download und anschließendem Öffnen:

240124_Kein_Wechsel_nach_Sachsen_-_Das_neue_Artilleriebataillon_375_bleibt_in_Weiden-1.docx

Meldung vom 23.01.2024:

Neigkeiten aus dem BMVg zur Luftabwehr (wäre die Auflösungen der FlaTr nicht erfolgt, hätte der deutsche Steuerzahler viel Geld gespart):

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat die finanziellen Mittel zur Produktion von Prototypen eines Flugabwehrsystems für den Nah- und Nächstbereichsschutz bewilligt. Damit ist der Weg frei für die Entwicklung eines neuen Systems auf der Basis des Radpanzers Boxer.

Um die bestehenden Fähigkeitslücken in der bodengebundenen Luftverteidigung zu schließen, kann mit der Entwicklung eines Systems zum Schutz eines Truppenverbandes gegen Angriffe aus der Luft sowie zur Drohnenerkennung und -abwehr begonnen werden. 

Kernelemente eines solchen Netzwerkes für den Nah- und Nächstbereichsschutz werden voraussichtlich ein Gefechtsstand, Feuerleitpanzer, Radargeräte und Flugabwehrraketenpanzer sein. Zur Flugabwehr sollen die Komponenten auf der Basis des Boxer installiert werden. Als Lenkflugkörper sollen zum Einsatz kommen, die Boden-Luft-Variante der IRIS-T.

Der Haushaltsausschuss hat für die Entwicklung eines Erstexemplars der wichtigsten Komponenten 1,23 Milliarden Euro bewilligt. Die Investition wird zunächst aus dem Sondervermögen Bundeswehr finanziert.  Danach wird das Projekt im regulären Verteidigungsetat weitergeführt. Ein Prototyp des Systems soll nach Plan im Jahr 2028 zur Verfügung stehen.

Bis zur Auflösung der Heeresflugabwehrtruppe war der Flugabwehrkanonenpanzer Gepard eines der Hauptwaffensysteme, um die Panzer- und Panzergrenadiertruppe zu begleiten und vor angreifenden Flugzeugen und Hubschraubern im niedrigen Höhenbereich zu schützen. Er war bis zum Jahr 2010 im Einsatz. Erfahrungen aus dem Abwehrkampf der Ukraine gegen die russische Aggression bekräftigen, wie wichtig mobile und geschützte Flugabwehrsysteme für die Landes- und Bündnisverteidigung sind: Ausrangierte Gepard-Panzer wurden wieder in Betrieb genommen und an die Ukraine geliefert, um dort Flugziele zu bekämpfen. 

Mit dem Waffensystem Roland verfügte die Bundeswehr schon einmal über einen Flugabwehrraketenpanzer zur Bekämpfung tieffliegender Luftfahrzeuge. Er wurde bereits 2005 aus der Nutzung genommen.

 

Meldung vom 22.01.2024:

Die Bundesrepublik Deutschland ist nicht mehr weit von einer "Söldnerarmee" entfernt. Informationen aus der Tagespresse und aus dem Bundestag (Drucksache 20/9811) am Ende der Meldung als Link.

Zeit online, aktualisiert am 22.01.2024 in Auszügen:

Vertreter der CDU und FDP haben sich offen für den Vorschlag gezeigt, in Zukunft auch Menschen ohne deutschen Pass als Soldatinnen und Soldaten in die Bundeswehr aufzunehmen. Damit unterstützen sie Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), der in einem Interview mit dem Tagesspiegel am Freitag vor dem Hintergrund des Personalmangels in der Bundeswehr gesagt hat, ein solcher Schritt werde geprüft.

"Grundsätzlich müssen wir bei der Suche nach geeigneten jungen Menschen, die ihren Dienst in der Bundeswehr zu leisten bereit sind, deutlich europäischer denken", sagte die FDP-Abgeordnete und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, der Rheinischen Post. Dazu gehöre auch die Überlegung, dass "Soldaten und Soldatinnen ohne deutschen Pass diesen durch den erfolgreichen Dienst in der Bundeswehr schneller bekommen können".

Auch der CDU-Verteidigungspolitiker Johann Wadephul sagte der Zeitung, die Idee sei "grundsätzlich" richtig. Allerdings sei die Ausgestaltung dabei zentral. So sei etwa die Frage offen, ob nur Bürger von EU- und Nato-Staaten für die Bundeswehr zugelassen werden sollen oder auch Bürgerinnen anderer Länder. Auch ob die "vollständige Kenntnis der deutschen Sprache" Voraussetzung dafür werde, sei noch ungeklärt.

Bundeswehr soll bis 2031 um 20.000 Soldaten wachsen

"Minister Pistorius selbst hat erklärt, die Bundeswehr müsse in fünf bis acht Jahren kriegstüchtig sein", sagte der CDU-Abgeordnete. "Das ist in Fragen einer Personalstrategie ein furchtbar kurzer Zeitraum. Er sollte also schleunigst handeln."

"Wir werden nicht die ersten Streitkräfte in Europa, die das tun würden", hatte Pistorius am Freitag die Idee einer Öffnung der Truppe für ausländische Staatsbürger kommentiert. "Es gibt Menschen im Land, die in zweiter und dritter Generation in Deutschland leben, aber noch nicht die deutsche Staatsbürgerschaft haben." Die Überlegungen dazu stünden aber "noch am Anfang".

In der Bundeswehr dienen nach Stand vom vergangenen November mehr als 181.000 Soldatinnen und Soldaten, zudem unterhält sie mehr als 80.000 zivile Angestellte. Die Zahl des militärischen Personals soll bis 2031 auf 203.000 steigen. Allerdings ist derzeit völlig unklar, ob das Ziel erreicht werden kann: Allein um die derzeitige Truppenstärke zu halten, müssen jährlich 20.000 Stellen neu besetzt werden.

SPD-Politiker gegen Wiedereinführung der Wehrpflicht

Mit freiwillig Wehrdienstleistenden dürfte das Personalziel kaum erreicht werden: Nach Angaben der Bundeswehr leisten derzeit nur knapp 10.000 Menschen in Deutschland einen freiwilligen Wehrdienst von 7 bis 23 Monaten Dauer. Mehr als 114.000 sind demnach Soldaten auf Zeit, gut 57.000 sind Berufssoldatinnen.

Vor dem Hintergrund des russischen Krieges gegen die Ukraine und dem Ziel, die Bundeswehr fähig zur Landes- und Bündnisverteidigung zu machen, hat der Personalmangel zu einer Debatte um eine Wiedereinführung der 2011 ausgesetzten Wehrpflicht geführt. Entsprechende Überlegungen von Pistorius wurden aber von einer Reihe von SPD-Politikern, darunter Parteichefin Saskia Esken, zurückgewiesen.

Link zur Drucksache 20/9811

https://dserver.bundestag.de/btd/20/098/2009811.pdf

 

Meldung vom 20.01.2024:

Wir nehmen Abschied von unserem Kameraden Bruno Werner.

Meldung vom 16.01.2024:

Neuigkeiten aus dem Neuen Tag, Weiden (Auszug), von unserem Kameraden Konrad Spiegler;

Bundeswehr betont: Weidener Artilleriebataillon 131 wird nach Oberviechtach umziehen müssen

Das Weidener Bataillon soll nach Oberviechtach verlegt werden. Forderungen, das zu überdenken, wurden von der Politik ignoriert. Nun betont die Bundeswehr, dass diese Entscheidung steht. Es gebe keine Gründe, sie zu ändern.

Weil die Bundeswehr eine Kampfbrigade dauerhaft an der Nato-Ostflanke in Litauen stationiert, kommt es in der Oberpfalz zu Truppenverlegungen. Unter anderem geht das Oberviechtacher Bataillon 122 nach Litauen, dafür kommt das Weidener Bataillon 131 nach Oberviechtach.

Das Artilleriebataillon 131 wird nicht in Weiden bleiben, sondern wird – trotz anderer Forderungen aus der Oberpfalz – wie geplant nach Oberviechtach (Landkreis Schwandorf) verlegt. Das betont die Bundeswehr auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien. "Es liegen keine Gründe vor, die eine Überprüfung dieser Entscheidung notwendig machen würde", sagt ein Sprecher des Heeres.

Im November 2023 hatten der Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, entschieden, dass das Panzergrenadierbataillon 122 von Oberviechtach dauerhaft nach Litauen verlegt wird – als Teil der neuen Litauen-Brigade der Bundeswehr. Dafür soll das Weidener Artilleriebataillon 131 nach Oberviechtach wechseln. In Weiden wird der "Aufwuchs" des dort neu aufgestellten Panzerartilleriebataillons 375 fortgesetzt.

Ärger in Weiden

"Diese Entscheidung basiert auf umfangreichen Untersuchungen", sagt der Bundeswehr-Sprecher. Das Aufstellen eines neuen Bataillons wie derzeit in Weiden sei "ein über einen langen Zeitraum andauernder Prozess, bei dem sich im Mittelpunkt vor allem Veränderungen für die betroffenen Menschen ergeben". Das zu kippen, das Bataillon 375 also erneut zu verlegen, kommt laut Bundeswehr nicht in Betracht – "unter anderem aus Fürsorgegründen gegenüber den Soldatinnen und Soldaten sowie deren Familien, die aus vielen Bereichen des Heeres nach Weiden kommen".

Auch Nils Gründer, FDP-Bundestagsabgeordneter aus Neumarkt und Mitglied im Verteidigungsausschuss, wirbt für die Entscheidung. Sie sei "mit möglichst viel Rücksicht auf die strukturellen Bedingungen vor Ort" getroffen worden, sagt er. Man müsse sich jetzt auf die "bestmögliche Umsetzung" konzentrieren.

Die Bundeswehr-Rochade hatte vor allem in Weiden für Enttäuschung und Unverständnis gesorgt. Politiker von SPD und CSU wehrten sich dagegen. Sie alle schlugen vor, das Bataillon 375 nach Oberviechtach zu schicken statt das fest in Weiden etablierte Bataillon 131. Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger (beide CSU) wandten sich deswegen in einem Schreiben an den Verteidigungsminister. In seiner Antwort ging Pistorius aber nicht auf den Vorschlag ein.

Kampffähig ab 2027

Wenn es um die Truppenverlegungen geht, sind noch viele Fragen offen. Wann geht es genau los? Wie viele Soldaten und Familien sind betroffen? Ist die Verlegung der Oberviechtacher Panzergrenadiere nach Litauen ein qualitativer Verlust für die Panzerbrigade 12 "Oberpfalz", zu der die Bataillone 122 und 131 gehören? Die Bundeswehr könne aktuell nicht alle Fragen beantworten, entschuldigt sich der Sprecher. Entscheidungen würden noch ausstehen und noch sei auch nicht jede Einzelmaßnahme fertig geplant.

Im Dezember hatten die Nato-Verbündeten Deutschland und Litauen ihren Fahrplan für die Kampfbrigade der Bundeswehr an der Ostflanke der Nato vereinbart. Ab dem zweiten Quartal 2024 sollen die ersten deutschen Soldaten verlegt werden. Die Brigade soll bis 2027 kampffähig sein, rund 4800 Soldaten sollen ihr angehören. Dafür ist der Bau von Kasernen und Wohngebäuden in Litauen vorgesehen. Weil noch nicht klar ist, bis wann die Infrastruktur dort fertig ist, könne die Bundeswehr aber noch nicht sagen, wann genau das Oberviechtacher Bataillon nach Litauen und in Folge dessen das Weidener Bataillon nach Oberviechtach verlegt wird.

 

Meldung vom 13.01.2024:

Eine Meldung ausdem PzGrenBtl 122, Oberviechtach, aus dem Neuen Tag, Weiden:

Das Oberviechtacher Panzergrenadierbataillon 122 hatte am frühen Donnerstagabend für das feierliche Gelöbnis von 32 Rekruten das Fußballplatzgelände des FC Schönsee gewählt. Ab 1. Juli beginnen voraussichtlich weitere 80 Rekruten in der Oberviechtacher Grenzland- Kaserne ihre Grundausbildung.

Meldung vom 11.01.2024:

Neuigkeiten über unsere Brigade aus dem Bayerwald-Echo:

Die Stadt Cham verliert wieder ihren General: Der Kommandeur der Panzerbrigade 12 Oberpfalz verlässt Cham Mitte Februar, wie jetzt bekannt wurde.

Und wieder – wie bei der letzten Kommandoübergabe, als Oberst Andreas Kühne im Oktober 2021 die Brigade von Brigadegeneral Björn Schulz übernahm – folgt ihm ein Oberst auf dem Posten. Der heißt Axel Hardt und war zuletzt Oberst im Generalstab in Veitshöchheim.

Die feierliche Kommandoübergabe findet am 15. Februar mit einem Übergabeappell um 14 Uhr auf dem Volksfestplatz in Cham statt. Dafür reist der Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor Ruprecht von Butler, an, um die Übergabe zu vollziehen. Um 15.30 Uhr ist dann ein Empfang in der Nordgaukaserne. Es werden Pendelbusse eingesetzt, um die Gäste zur Kaserne zu bringen.

Meldung vom 08.01.2024:

Auf den Bericht aus dem Münchner Merkur (hier in Auszügen) hat uns unser Kamerad Konrad Spiegler hingewiesen:

 Ausbildung ukrainischer Soldaten: Russland spioniert mutmaßlich Bundeswehr aus

„Die Bundeswehr hat gemeinsam mit unseren Partnern bereits über 8000 ukrainische Soldaten in Deutschland ausgebildet“, erklärte exemplarisch der Leiter des Sonderstabs Ukraine im Verteidigungsministerium, Generalmajor Christian Freuding, Anfang November der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten. Das ist auch Moskau nicht im Verborgenen geblieben. Denn: Kreml-Machthaber Wladimir Putin lässt mutmaßlich Standorte der Bundeswehr ausspionieren, auf denen ukrainische Truppen für ihren Kampf an der Front trainieren.

 „Über dem Truppenübungsplatz Klietz (zwischen Berlin und Wolfsburg gelegen, wo die Bundeswehr Ukrainer am Leo 1 ausbildet, werden regelmäßig Drohnen gesichtet. Bei anderen Liegenschaften dringen teilweise mehrere Drohnen zeitgleich in den Luftraum ein. Das ist klar organisiert und weist stark auf Russland hin“, sagte FDP-Verteidigungspolitiker Marcus Faber der Bild am Sonntag (Bams) in der Ausgabe vom 7. Januar und forderte: „Unsere Armee braucht moderne Jammer.“

Mit Jammer sind händisch ausrichtbare Störsender zur Drohnenabwehr gemeint. Die Bundeswehr nutzt laut Bild HP-47 Effektor-Störsender. Diese sollen die Funksignale einer Drohne unterbrechen und diese so zum Landen oder gar zum Absturz zwingen. Soldaten können mit Jammer auf identifizierte Drohnen zielen und im besten Fall deren Kamera stören. Wieviele dieser Jammer die Bundeswehr hat, und ob an allen von mutmaßlicher Spionage betroffenen Standorten, ist indes nicht bekannt.

Drohnenabwehr in Deutschland: „Für russische Dienste zuweilen offen“

Der heutige Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer hatte bereits im Herbst 2022 vor „Aufklärungsflügen“ gewarnt, diese wurden zum Beispiel am Truppenübungsplatz Wildflecken in Nordbayern unweit des fränkischen Schweinfurt registriert. „Es gibt so viele Drohnen-Sichtungen, dass schon gefährlich wäre, wenn nur ein kleiner Prozentsatz davon Spionageflüge sind“, erklärte ein Sicherheitsbeamter laut Tagesspiegel: „Wir sind für russische Dienste – zumindest aus der Luft – zuweilen offen.“

Seit November 2023 gibt es im Bundesverteidigungsministerium eine Task Force zur Drohnenabwehr in Deutschland. SPD-Verteidigungspolitiker Andreas Schwarz kritisierte in der Bild: „Es kann nicht sein, dass der Generalinspekteur feststellt, dass es ein massives Problem mit Drohnen gibt, dann aber ein Jahr lang nichts passiert.“ Laut Faber konnte bislang keine einzige verdächtige Drohne vom Himmel geholt werden.

m Juni hatte die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) von mindestens 65 „sicherheitsrelevanten Zwischenfällen“ mit Drohnen auf Geländen der Bundeswehr berichtet. Das würden interne Dokumente der EU-Ausbildungsmission Ukraine beweisen, die der Schweizer Tageszeitung eigenen Angaben zufolge vorlagen.

Meldung vom 03.01.024:

Unser Kamerad Spiegler hat Informationen aus der "Zeit"noch im alten Jahr über die Einsatzbrigade in Litauen geschickt.

Heeresinspekteur warnt vor Einschränkungen durch Litauen-Brigade

Angesichts der geplanten Stationierung Tausender Soldaten in Litauen fordert General Alfons Mais Milliarden für die Bundeswehr. Die Ausstattung sei ohnehin schon knapp.

26. Dezember 2023, 13:35 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa

 

Der Heeresinspekteur der Bundeswehr, General Alfons Mais, befürchtet eine massive Schwächung der Bundeswehrverbände in Deutschland durch die dauerhafte Stationierung einer Brigade in Litauen. Ohne milliardenschwere Investitionen sei die materielle Ausstattung des Heeres nicht ausreichend, schreibt Mais nach Informationen des Magazins Spiegel in einer internen Mail an Generalinspekteur Carsten Breuer.

Boris Pistorius: "Wir müssen einen möglichen Aggressor abschrecken können"

In dem Schreiben fordert Mais dem Bericht zufolge, das Verteidigungsministerium müsse trotz der gerade erst angelaufenen Planungen für die Brigade dringend über Investitionen für das Projekt nachdenken. Grund sei die prekäre Ausstattung des Heeres, bei dem alle Materialkategorien – "von A wie Artilleriegeschütz bis Z wie Zeltbahn" – nur zu 60 Prozent verfügbar seien.

Die Aufstellung eines neuen Großverbandes ohne zusätzliche Investitionen werde diese Quote auf 55 Prozent absinken lassen, schreibt Mais. Zusätzliche Ausstattung für eine Brigade in Litauen tauche bisher jedoch nicht in der Kostenplanung des Verteidigungsministeriums für die kommenden Jahre auf.

Brigade soll 2027 einsatzbereit sein

Deutschland hat Litauen zugesichert, bis zu 5.000 Soldatinnen und Soldaten dauerhaft in dem baltischen Staat zu stationieren. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) unterzeichnete bei einem Besuch in Litauen vergangene Woche den Fahrplan für den Aufbau der Bundeswehr-Brigade. 

Die Brigade soll bis 2027 vollständig einsatzbereit sein, schon im kommenden Jahr soll ein Vorkommando die Arbeit in Litauen aufnehmen. Das Ministerium erklärte zuvor, der Bedarf für zusätzliches Material werde derzeit geprüft.